Stadt kauft Polizeipräsidium

Ursprünglich war es als Polizeikaserne konzipiert, 1946 wurde es direkt zum Präsidium: Die Rede ist vom 1938/39 errichteten alten Polizeipräsidium Mönchengladbach im Stadtteil Dahl. Im Jahr 2018 wurde ein neues Präsidium bezogen, seither werden die Klinkerbauten im Heimatschutzstil nicht mehr genutzt. Sie stehen allerdings als “anschauliches Beispiel einer Polizeikaserne der späten 30er Jahre in ihrer nach Funktion und Bedeutung ablesbaren Unterscheidung” bereits seit den späten 1980ern unter Denkmalschutz.

Die Stadt Mönchengladbachhat nun das rund 3,5 Hektar große Areal an der Theodor Heuss-Straße über die zur Entwicklung des Geländes neu gegründete Wissens- und Innovationscampus GmbH (WICMG) vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes gekauft. Der Vertrag wurde im Dezember 2021 besiegelt, fast genau ein Jahr nach dem Ratsbeschluss der Stadt. Die WICMG wird nun mithilfe des Förderprogrmms für den Strukturwandel auf dem Gelände einen Wissenschaftscampus entwickeln. „Ich freue mich sehr, dass die Kaufverhandlungen mit dem Land nun zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen sind. Der Wissens- und Innovationscampus soll den Wandel zur Wissensgesellschaft gezielt vorantreiben, durch die Förderungen von Existenzgründungen neue Arbeitsplätze schaffen und die Chance auf zukünftige Arbeit durch neue Weiterbildungsangebote für alle erhöhen“, betont Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs in einer städtischen Pressemitteilung. (db, 12.1.22)

Mönchengladbach-Dahl, Alte Polizeikaserne (Bild: Käthe und Bernd Limburg, CC BY-SA 3.0)

Hans Hollein. Alles ist Architektur

Die Ausstellung lief kaum 12 Tage, als der Architekt Hans Hollein am 24. April 2014 verstarb. Noch bis zum 28. September 2014 zeigt das Museum Abteiberg in Mönchengladbach die Schau “Hans Hollein. Alles ist Architektur”. Sie greift damit das berühmt gewordene Motto Holleins auf, der die Grenzen zwischen Design und Architektur, Kunst und Alltag auflösen wollte. Prominent wurde er durch seine überbordende Formensprache als Vorreiter der Postmoderne.

Den 80. Geburtstags von Hollein nahmen die Kuratoren – Wilfried Kuehn und Susanne Titz – zum Anlass, einen neuen Blick auf sein Werk werfen: seine Nähe zu Pop Art und Joseph Beuys, seine Projekte als Museumsarchitekt und Kurator. Im Anschluss an die Ausstellung findet am 28. September das Internationale Symposion “Alles ist Architektur – Startpunkte einer neuen Forschung über Hans Hollein” mit Eva Branscome, Samuel Korn und weiteren Gästen statt. (kb, 9.6.14)

Hans Hollein erdachte 1969 das – heute futuristisch wirkende – mobile Büro (Bild: Archiv Hans Hollein)