Wenn Beton Musik macht

Die Rolling Stones sind ein Klassiker – nun auch im Betonbau. Denn der deutsche Ingenieur Ricardo Kocadag, Mitarbeiter der Bauwerkssicherheit bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, hat nun die erste Beton-Schallplatte verwirklicht. Und diesen “rollenden Kunststein” sogleich mit “I Can’t Get No Satisfaction” bespielt. Diese Entwicklung kommt weniger aus der Musikecke. Vielmehr wurde das Material Ultrahochleistungsbeton” für den Brücken- und Hochhausbau entwickelt.

“Der Werkstoff Beton wird stark unterschätzt und hat viel mehr Anwendungsmöglichkeiten als man denkt”, so wird von der Berliner Zeitung zitiert. Dem neuartigen Tonträger ging ein Jahr Forschung voraus. So wird das nun sehr filigran einsetzbare Material nicht mehr allein aus Zement, Wasser und Zuschlagstoffen (Sand oder Kies) hergestellt. Bei der Aushärtung kommen noch verschiedene Pülverchen hinzu, um die feine Struktur zu gewährleisten. Wer sich selbst vom Wohlklang der Kunstplatte überzeugen möchte, kann online Hörproben abrufen. (kb, 18.1.15)

Hier könnte bald Beton spielen: ein Dual-Plattenspieler der 1960er Jahre (Bild: Hannes Grobe, CC BY 3.0)

Wege in die Moderne

Im 19. Jahrhundert nahm vieles seinen Anfang, was wir heute modern nennen. Die “Wege in die Moderne” verfolgt eine Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg bis zum 21. September 2014. Besucher können drei Themenschwerpunkte erkunden: Die Weltausstellungen informierten seit 1851 ein Millionenpublikum über technische, wissenschaftliche und künstlerische Neuheiten. In den Medien ermöglichten Telegraph, Telephon und Schreibmaschine den schnellen globalen Informationsaustausch. Und nicht zuletzt wurde die Musik durch Phonograph und Grammophon zum jederzeit verfügbaren Erlebnis. (10.4.14)

Eiffel und Salles 1889 am Eiffelturm (Bild: GNM Nürnberg)