Claiming Common Spaces

Es geht um den öffentlichen, um den städtischen Raum. Klingt trocken? Nicht in diesem Fall. Bei “Claiming Common Spaces” gibt es In- und Outdoor-Pannels, Vorträge, Keynotes, öffentliche Labore, Musik, Installationen, Performances u. v. m. Vom 21. bis zum 23. Juni treffen sich im und um das Berliner “HAU Hebbel am Ufer” Künstler, Stadtforscher und Aktivisten, um die Stadt zurück zu erobern.

Da wäre z. B. der Vortrag der New Yorker Stadtsoziologin Sharon Zukin, der in weiteren Gesprächspanels zu konkrete Strategien fortentwickelt werden soll. Zu den künstlerischen Aktionen zählt der aufblasbare “Bubble Palace”, den die Architektengruppe Kniess/Judt/Dietrich/Scheler temporär auf dem ehemaligen Postbankgelände entstehen lassen will. Veranstalter von “Claiming Common Spaces” ist das Bündnis internationaler Produktionshäuser mit seinen sieben Mitgliedern: das FFT Düsseldorf, das HAU Hebbel am Ufer in Berlin, das HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, das Kampnagel in Hamburg), das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main, das PACT Zollverein in Essen und das tanzhaus nrw in Düsseldorf. Das Programm findet in den jeweiligen Häusern des Bündnisses statt. (kb, 19.5.18)

Eine Vorschau auf die Berliner Tage aus dem Museo Universitario del Choppo in Mexiko Stadt (Bild: Bündnis internationaler Produktionshäuser)

 

Leonie Wirth: Ortstermin in Dresden

Jeder kennt die “Pusteblumenspringbrunnen” der Prager Straße in Dresden. Auch wenn sie ihr architektonisches Umfeld heute weitestgehend verloren haben, zeugen sie noch von der Großzügigkeit der sozialistischen Vorzeigeflaniermeile. Die vegetabilen Schmuckstücke wurden entworfen von der Dresdner Künstlerin, Raumplanerin und Architektin Leoni Wirth (1935 – 2012). Das Kunsthaus Dresden zeigt nun erstmals erstmals Modelle und Entwürfe, plastische Objekte und Zeichnungen aus dem Atelier von Leoni Wirth.

Die Ausstellung “Ein Ortstermin mit Leoni Wirth”, die vom 1. November 2015 bis zum 6. März 2016 im Kunsthaus Dresden zu sehen ist, bildet eine Hommage an die Künstlerin, die in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden wäre. Neben Fragen nach biographischer und kunsthistorischer Verortung des Werkes Leoni Wirths spiegeln Arbeiten von sechs zeitgenössischen Künstler die Aktualität des abstrakten Formenvokabulars für die zeitgenössische Kunst. In den Entwürfen von Leoni Wirth wie auch den zeitgenössischen Arbeiten der Ausstellung bleibt die abstrakte Form eine lebendige ästhetische Gratwanderung und eine Einladung zum Sehen. Begleitend zur Ausstellung werden u. a. Stadtrundgänge zu Werken von Leonie Wirth angeboten. (kb, 11.10.15)

Dresden, Wasserspiel von Leonie Wirth auf der Prager Straße, 1968 (Bild: SLUB Dresden/Deutschen Fotothek, Richard Peter sen.)