Nicht nur Bauhaus

Das Bauhaus-Jubiläum steht kurz bevor – und im seinem Gefolge lernen wir die vielfältigen anderen Spielarten von „neuem“, von modernem Bauen kennen. Damit rückt auch der osteuropäische Raum stärker in den Blick, der bereits um den Ersten Weltkrieg herum zum Experimentier- und Symbolraum des (architektonischen) Fortschritts wurde. Die damals geknüpften Netzwerke wirkten lange weiter, von Ernst May bis zu den Internationalen Kongressen für Neues Bauen (Congrès Internationaux d‘ Architecture Moderne, CIAM).

Unter dem Titel „Nicht nur Bauhaus ‒ Netzwerke der Moderne in Mitteleuropa“ laden das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (Oldenburg), das Architekturmuseum Breslau und das Schlesisches Museum zu Görlitz daher vom 15. bis 17. Januar 2019 zu einer Konferenz nach Görlitz und Breslau ein. Hierfür werden noch Themenvorschläge gesucht. Die Tagung steht im Rahmen einer Ausstellung zu Adolf Rading im Breslauer Architekturmuseum. Willkommen sind Exposés für einen Vortrag (ca. 2.000 Zeichen) mit einem kurzen Lebenslauf (mit Mail- und Postkontaktdaten sowie Angaben zur aktuellen Tätigkeit: max. 1000 Zeichen) bis zum 1. August 2018 an: beate.stoertkuhl@bkge.uni-oldenburg.de. (kb, 1.7.18)

Breslau, Jahrhunderthalle (Bild: Maciejw, CC BY-SA 3.0 pl, 2012)

Po-mo-stroi-ka

Seit 2014 widmet sich die Initiative Translations of Modernism (Transmodern) in verschiedenen Veranstaltungsformen der Architektur der Nachkriegsjahrzehnte in Mittel- und Osteuropa. Mit der Veranstaltung „po·mo·stroika – Postmodern Theories, Practices and Histories in Central and Eastern Europe“ will sie nun in Zusammenarbeit mit dem Collegium Hungaricum Berlin vom 17. bis 19. Mai 2018 in Berlin ein Forum schaffen, damit berufliche Architektur-Forschende und privat Architektur-Begeisterte ihre Arbeiten vor einem internationalen Publikum vorstellen und diskutieren können. Gesucht werden noch Vorschläge für Präsentationen von 20 bis 30 Minuten in englischer Sprache.

An Themenfeldern wären möglich: regionale und nationale Kennzeichen postmoderner Architektur, der Einfluss politische und sozialen Wandels auf Mittel- und Osteuropa in 1980er und 1990er Jahren, Fragen des öffentlichen und privaten Raums in diesen Jahrzehnten, der Einfluss postmodernen Denkens und Bauens auf die heutige Zeit u. v. m. Einsendungen mit einem kurzen Summary (1.000 Zeichen), Angaben zur Dauer und zum Datenformat der Präsentation, ein kurzes CV können bis zum 18. März eingereicht werden unter: Dániel Kovács, daniel.kovacs@kek.org.hu. (kb, 23.2.18)

Berlin, Friedrichstadtpalast (Bild: Michael Fötsch, CC BY-SA 2.0)

Slawische Metropolen im Kino

Slawische Metropolen im Kino

Geschichte der Wände", CSSR 1980 (Bild: Filmmuseum München)
In „Geschichte der Wände“ steht Prag im Mittelpunkt (Bild: Filmmuseum München)

Im Münchner Filmmuseum stehen in den nächsten Wochen osteuropäische Metropolen im Fokus. Vom 12. April bis 21. Juni 2016 veranstaltet das Museum die Filmreihe „Slawische Metropolen“. Immer Dienstags zeigt das Kino des Hauses Spiel- und Dokumentarfilme, die sich um Städte im östlichen Europa und der ehemaligen Sowjetunion drehen. Der regionale Fokus liegt dabei auf Ländern mit überwiegend slawischsprachiger Bevölkerung, weswegen die Metropolen Budapest und Bukarest nicht vertreten sind.

Davon abgesehen finden diverse Ost-Metropolen Berücksichtigung. Am 19. April ist Warschau in „Niewinni czarodzieje“ (Die unschuldigen Zauberer) Schauplatz einer unkonventionellen Liebesgeschichte, am 26. April liegt der Fokus mit „Edin den v Sofija“ (Ein Tag in Sofia) und „Bjalata staja“ (Das weiße Zimmer) auf der bulgarischen Hauptstadt der Nachkriegszeit. In den folgenden Wochen stehen unter anderem die Städte Sarajevo, Lubljana und Minsk auf dem Programm. Den Abschluss bilden die Städte Moskau und Kiew. Letztgenannter Metropole ist der aktuellste Film gewidmet: „Maidan“ entstand 2014 und widmet sich den jüngsten revolutionären Ereignissen in der Stadt. Alle Filme werden in Originalfassung mit englischen oder deutschen Untertiteln gezeigt. (jr, 28.4.16)