Denkmalpreis für Eisenbahnfreunde

Am Bahnhof Chemnitz-Hilbersdorf wurde seit 1900 der Güterverkehr abgewickelt. Doch nach der Wende sah es düster aus für die denkmalgeschützte Anlage. Nur mit Hilfe der  Eisenbahnfreunde „Richard Hartmann“ Chemnitz kann man heute wieder ein spannendes Stück moderne Eisenbahngeschichte erleben: ein Befehlsstellwerk, ein Maschinenhaus mit drei historischen Anlagen, einen Leonardsatz-Generator, ein Spannwerk mit drei Spanntürmen und eine 350 m langen Gleisstrecke. Für ihr vorbildliches Engagement erhalten die Eisenbahnfreunde nun den Preis für Denkmalschutz.

Gerade hat das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz alle Preisträger bekanntgegeben. Am 27. Oktober 2014 werden in Aachen ausgezeichnet: Michael Bräuer (Rostock), das Archäologische Spessart Projekt e. V., Bauhütte und Förderverein an St. Katharinen e.V. (Hamburg), Pastor Heinz Dieter Freese (Sassenburg/Niedersachsen), der „Verein Rettung Schloss Blankenburg e. V.“ (Sachsen-Anhalt), die Journalistin Silke Klose Klatte (Hessischer Rundfunk), der Journalist Helge Drafz (Westdeutscher Rundfunk), die Journalistin Michaela Gericke (Rundfunk Berlin-Brandenburg) und der freie Journalist Carsten Müller. Wir gratulieren! (mb, 20.8.14)

Schnellzugdampflokomotive vor dem Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz (Bild: gravitat-OFF)

Knoll Modernism Prize

Wer sich für die Erhaltung moderne Architektur einsetzt, hat nun wirklich einen Preis verdient – dachte sich der World Monuments Fund und lobte 2008 den Knoll Modernism Prize aus. Alle zwei Jahre warten seitdem auf den Preisträger 10.000 Dollar und ein wieder-aufgelegtes Exemplar des von Mies van der Rohe entworfenen Barcelona-Chair. Die letzten Preisträger kamen aus Deutschland, den Niederlanden und Japan. Vorschläge für das Jahr 2014 werden noch bis zum 30. Juni 2014 entgegengenommen unter: modernism2014@wmf.org. (21.4.14)

Hizuchi, Elementary-School (Bild: World Monuments Fund)

Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg

Moderne erwünscht – für den Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg sucht man nach guten Beispielen aus dem letzten Jahrhundert. „Angesichts eines wachsenden Bewusstseins für architektonische Leistungen des 20. Jahrhunderts“, so die Ausschreibung, „werden Bewerbungen für Maßnahmen an Bauwerken seit den 1920er Jahren und insbesondere der Nachkriegszeit besonders begrüßt“. Gemeinsam rufen der Schwäbische Heimatbund, der Landesverein Badische Heimat und die Wüstenrot Stiftung zur Teilnahme auf. Bewerben können sich private Eigentümer, verliehen wird das Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro im Jahr 2015. (7.4.14)

Moderne erwünscht (Bild: K. Berkemann)