Noch weiter über das Neue Bauen hinaus

Spätestens nach diesem Jubiläumsjahr wissen wir eigentlich schon alles über das Bauhaus, oder allgemeiner, über das Neue Bauen. Zumindest lässt uns das die Vorstellung der großen, perfekt restaurierten Ikonen dieser Zeit glauben. Doch wie steht es um die Geschichte ihrer Erhaltung? Der Umgang mit diesem Kulturerbe hat unser Bild der Moderne geprägt, so die These der Münchener Vorlesungsreihe „über das neue bauen hinaus“. Sie bildet die Fortsetzung der gleichnamigen Veranstaltungsreihe des letzten Semesters unter der Leitung der Professur NB, Prof. Andreas Putz, und des Lehrstuhls RKK, Prof. Thomas Danzl, im Rahmen des Netzwerks reused.TUM.

Die Gastvorträge finden jeweils ab 18.45 Uhr statt an der Technischen Universität München (Ecke Gabelsbergerstraße/Luisenstraße, Thierschbau, Raum 2350, Alte Architekturbibliothek). Auf dem Programm stehen: Am 29. Oktober 2019 spricht Andreas Putz über „A Tale of Two Towers“. Am 26. November 2019 referiert Julia Feldtkeller über das Nationaltheater in Mannheim. Am 10. Dezember 2019 führt Felix Wellnitz durch die Restaurierungsgeschichte von Haus Schminke in Löbau. Am 17. Dezember 2019 berichtet Wolfgang Frey über die Neue Nationalgalerie in Berlin. Am 14. Januar 2020 präsentiert Claudia Mohn die Werkbundsiedlung Weißenhof in Stuttgart. Und nicht zuletzt spricht Claudia Devaux am 28. Januar 2020 über die Villa E-1027 in Roquebrunne-Cap-Martin. Die Veranstaltungsreihe wird von moderneREGIONAL als Medienpartner begleitet. (kb, 28.10.19)

Löbau, Haus Schminke (Bild: Frank Vincentz, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2012)

Über das Neue Bauen hinaus

Im Bauhaus-Jubeljahr feiern wir den modernen Stil anhand seiner ikonischen Architekturen: von den Dessauer Bauhaus-Bauten eines Walter Gropius bis hin zum Haus Tugendhat in Brünn eines Mies van der Rohe. Über ihren künstlerischen Wert hinaus verweisen diese Beispiele auf den denkmalpflegerischen Umgang mit der Architekturmoderne – dabei wurde z. B. unser Bild der „weißen Moderne“ revidiert. „Über das Neue Bauen hinaus“ – eine Vortragsreihe der Professur Neue Baudenkmalpflege (Andreas Putz) und des Lehrstuhls Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft (Thomas Danzl) – widmet sich daher im Sommersemester 2019 jeweils Dienstags von 18.30 bis 20.00 Uhr an der TU München (Thierschbau, 2. OG, HS 2370, Gabelsbergerstraße/Luisenstraße, 80333 München) dem „Lernen im Umgang mit der Moderne“.

Baugeschichtliche Einführungen stellen die Objekte vor und leiten die Gastvorträge ein, die je mit einem moderierten Gespräch über konkrete Einzelfragen der Denkmalpflege abschließen. Am 14. Mai 2019 geht es um den Einsteinturm Potsdam (Helge Pitz), am 28. Mai 2019 (Andreas Putz) und am 4. Juni 2019 (Thomas Danzl) sind jeweils Anrittsvorlesungen vorgesehen. Die Meisterhäuser Dessau (Winfried Brenne) folgen am 18. Juni 2019, das Arbeitsamt Dessau (Berthold Burkhardt) am 9. Juli 2019. Nicht zuletzt wird am 16. Juli 2019 referiert über das Bauhaus Dessau (Monika Markgraf) und am 23. Juli 2019 über das Maschinenlaboratorium Zürich (Theresia Gürtler Berger). Die Veranstaltungsreihe wird von moderneREGIONAL als Medienpartner begleitet. (kb, 6.5.19)

Titelmotiv der Vortragsreihe (Bild: Thomas Danzl)

Modernizing the Modern

Wie modernisiert man moderne Architektur? Zu ihrer Erbauung galt sie als radikal neu, inzwischen wird sie als historisch wahrgenommen. Doch viele der einst experimentellen Baustoffe lassen sich heute nur schwer erhalten. Eine Frage, die auf der diesjährigen Tagung der Southeastern College Art Conference (SECAC) vom 8. bis 11. Oktober 2014 in Sarasota/USA diskutiert wird. Für die Sektion „Modernizig the Modern. The Conundrum and Challenge of Preserving and Restoring Modern Architecture“, geleitet durch Christopher Wilson vom Ringling College of Art + Design, können Vorschläge (Abstract und CV ) online bis zum 20. April 2014 eingereicht werden. (10.4.14)

Modernizing the Modern (Bild: K. Berkemann)