Noch Plätze frei: 7. Hambacher Architekturgespräch

Noch zehn Plätze sind zu vergeben, denn unter Corona-Bedingungen kann nur eine streng begrenzte Besucherzahl im Festsaal des Hambacher Schlosses analog an der Veranstaltung teilnehmen. Die Rede ist vom 7. Hambacher Architekturgespräch am 30. September 2020 um 18 Uhr. Dieses Jahr hat sich die Expertenrunde, moderiert vom Journalisten Reinhard Hübsch, das drängende Thema Nachkriegsmoderne vorgenommen. Diskutiert wird, wann einem Bau der 1950er Jahre ein erhaltenswerter kultureller Wert zukommt – und wie dieser erhalten werden kann.

Auf das Podium sind geladen: die rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen, der Architekturkritiker Nikolaus Bernau, der Schriftsteller Dr. Burkhard Spinnen und die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer Barbara Ettinger-Brinkmann im Gespräch mit Gerold Reker. Weiterhin sprechen Edda Kurz, Vizepräsidentin der rheinland-pfälzischen Architektenkammer, und Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe. Die diesjährige Veranstaltung fällt zusammen mit dem 70. Jahrestag der rheinland-pfälzischen Architektenkammer – auch dies wird ein Thema des Abends sein. Eine Online-Anmeldung ist unbedingt erforderlich (die Plätze werden nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben) – oder Sie verfolgen die Veranstaltung bequem von zu Hause online. (kb, 22.9.20)

Huerth, Knapsacker Chemiepark mit Feierabendhaus (Bild: InfraServ Knapsack, CC BY SA 3.0, 1969)

Bausünden und Baukultur

Parallel zum Tag der Architektur laden jedes Jahr regionale Architektengruppen und ihre Partner ein zu Aktionen in der rheinland-pfälzischen „Woche der Baukultur“. Acht verschiedene Veranstaltungen in Pirmasens, Koblenz, Landau, Trier, Kaiserslautern, Bad Kreuznach und Mainz sowie eine Kinderbustour in Ingelheim bieten ab dem 22. Juni ein reichhaltiges Programm: Von der Ausstellungseröffnung über Bus-Touren zu ausgewählten Objekten bis zum Waldspaziergang. Es ist in jedem Fall ratsam, sich auf der Homepage www.diearchitekten.org zu informieren, da einige Veranstaltungen eine vorherige Anmeldung erfordern.

Ans Herz legen möchten wir Ihnen das Programm in Mainz, wo im Café Gutleut drei Vorträge zu hören sein werden: „Das Mainzer Staatstheater im Wandel“ (19.6., 18.30 Uhr), „Werkbericht DFZ Architekten“ (21.6., 18.30 Uhr) und zur Eröffnung am 16.6. um 17.30 Uhr „Die Kunst der Bausünde“ – Turit Fröbe stellt grauenhaft schöne architektonische Geschmacksabstürze vor. Denn die gute Bausünde hebt sich von der schlechten Bausünde ab. Wir sehen uns in Mainz. Oder in Bad Kreuznach. Oder in Landau. Oder … (db, 11.6.17)

Berliner Bausünde (Bild: Turit Fröbe)

Schweres Erbe?

Manches Erbe wird als Last empfunden, hält es doch die Erinnerung an Geschichte(n) wach, die man eigentlich lieber vergessen würde. Besonders gilt das für die Hinterlassenschaften des Dritten Reiches – gleich, ob es um Repräsentationsbauten des Regimes geht oder um verschwindende Spuren ihres Terrors. Wie aufwühlend die Fragen nach einem angemessenen Umgang sind, zeigen aktuelle Debatten: die um die Sanierung des Hauses der Kunst in München durch David Chipperfield Architects zum Beispiel. In Mainz wurde gerade der Wettbewerb zur Gestaltung eines Gedenkortes „Deportationsrampe“ entschieden.

Die Hambacher Architekturgespräche bieten jedes Jahr eine Podiumsdiskussion an der Nahtstelle zwischen Architektur und baukulturellem Erbe. In diesem Jahr sprechen die Experten am 1. Juni ab 18 Uhr darüber, ob die Steine oder die Menschen die Verantwortung und wie das Erinnern tragen. Eingeladen wurden der Partner von Chipperfield Architects, der Architekt Martin Reichert, sowie der Architekt Peter Weber, der mit seinem Atelier den Wettbewerb Deportationsrampe Mainz für sich entschieden hat. Mit Ihnen diskutieren Dr. Julia Binder, Stadt- und Regionalsoziologin an der TU Cottbus, Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE und Kammerpräsident Gerold Reker. (kb, 24.5.17)

München, Haus der Kunst, 2014 (Bild: M(e)ister Eiskalt, CC BBY SA 4.0)