Tipps zum TofD: Brutales an Rhein und Ruhr

Beton satt gibt es zum TofD an Rhein und Ruhr zu entdecken. In Köln präsentiert der Rundgang des AK Nachkriegsmoderne im Rheinischen Verein (mit Tobias Flessenkemper und Martin Bredenbeck) „Funktional, rational, brutal?“ Bauten der Universität Köln. Treffpunkt ist das Albertus-Magnus-Denkmal in Köln-Lindenthal. Die Führung (90 Minuten) beginnt am 8. (!) September um 11 Uhr. Nicht minder lohnenswert ist eine Stippvisite in Dortmund bei der ehemaligen WestLB/Dresdner Bank (Kampstraße 45-47, Dortmund). Futuristisch präsentiert sich der von dem Architekten Harald Deilmann 1978 verwirklichte Bau, in dem sich heute das Centrum für Medizin und Gesundheit befindet. Am 9. September ist die Anlage ganztags geöffnet, eine Führung wird um 15 Uhr durch Dipl.-Ing. Katrin Lichtenstein, TU Dortmund und Christoph Wimmeler (Projektmanager DOC) angeboten (Treffunkt: am Eingang DOC).

Unser dritter Tipp führt nach Düsseldorf zur Kunsthalle (Grabbeplatz 4, Düsseldorf). Der 1967 von Beckmann und Brockes erbaute Betonkubus bildet in Düsseldorfs eines der selten gewordenen Zeugnisse brutalistischer Architektur. Der Bau ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, um 15 Uhr wird eine Architekturführung angeboten durch Pilar Lennertz (Kontakt: Katharina Sawatzki, Kunsthalle Düsseldorf, 0211 86393455, sawatzki@kunsthalle-duesseldorf.de). (kb, 2.9.18)

Dortmund, WestLB-Bank (Bild: Lucas Kaufmann, CC BY SA 4.0, 2015)

Von Tausendfüßler bis Laubfrosch

Wenn es ein modernes Bauwerk zum Spitznamen gebracht hat, ist schon viel erreicht: Viele Menschen identifizieren sich damit. Doch auch derart geadelte Zeugen der Nachkriegszeit sind vor der Abrissramme nicht gefeit, wie z. B. die liebevoll „Tausendfüßler“ benannte Düsseldorfer Hochstraße belegt. Um solchen Verlusten künftig entgegenzuwirken, hat der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz jetzt eine Tagung aufgelegt. Unter dem Titel „Tausendfüßler, Laubfrosch und andere Charaktermonster“ geht es am 6. September 2018 in Köln um „das Erbe der Nachkriegsmoderne in der Europäischen Stadt“.

Nach einführenden Begrüßungen sprechen Prof. Dr. Hiltrud Kier (Universität Bonn), Dr. Ulrich Krings (Rheinischer Verein) und Alexander Kleinschrodt M. A. (Werkstatt Baukultur Bonn) zu grundlegenden Aspekten des Kampfes um die Nachkriegsmoderne. Anschließend bieten Infostände und Workshops Gelegenheit zum Austausch und zur Vertiefung. Zuletzt diskutieren auf dem Podium, unter der Moderation von Tobias Flessenkemper, Oliver Elser (Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt), Anke von Heyl (Brutalismus im Rheinland, Köln), Jens Voss (Rheinische Post, Krefeld), Sarah Philipp MdL (Landtag NRW (angefragt), Düsseldorf) und Prof. Dr. Matthias Müller (Rheinischer Verein, Mainz). moderneREGIONAL freut sich darauf, die Veranstaltung mit Infostand und in den Workshops unterstützen zu können. Wir sehen uns in Köln! (kb, 31.7.18)

Düsseldorf, Tausendfüßler (Bild: Johann H. Addicks, GFDL, CC BY SA 3.0 oder GFDL 1.2)

Ein Kuckuk und viele Bären

Mit der Vortragsreihe „Denkmalpflege im Blick“ bietet das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland seit 2014 im Äbtesaal der Abtei Brauweiler (Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim-Brauweiler) regelmäßig Einblicke in seine Arbeit. Die Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr. Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Am 25. Januar 2018 eröffnen Dr. Gundula Lang, wissenschaftliche Referentin in der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, und Dipl.-Ing. Christian Welter, projektplus GmbH/Siegen, den Reigen mit einem Bericht über die Sanierung von Haus Mayer-Kuckuk in Bad Honnef. Das Wohnhaus für den Atomphysiker Theo Mayer-Kuckuk wurde 1967 als Prototyp für einen modularen Systembau errichtet.

Am 24. Mai 2018 spricht Nadja Frählich M. A., wissenschaftliche Referentin in der Abteilung Inventarisation, über „Berliner Bären im Rheinland: Mahnmale der deutschen Teilung und Wiedervereinigung“. Am 27. September 2018 präsentieren Dr. Elke Janßen-Schnabel, Dr. Kerstin Walter, wissenschaftliche Referentinnen in der Abteilung Inventarisation, den frisch denkmalgeschützten Rheinauenpark in Bonn als „Vorgarten der Bundesregierung“. Und nicht zuletzt erläutert Dipl.-Rest. Sigrun Heinen, Werkstatt für anorganische Materialien, am 22. November 2018 über „Die Wandmalereien von Peter Hecker aus den 1950er/60er Jahren“. (kb, 14.1.18)

Wuppertal-Oberbarmen, Berliner Platz (Bild: Frank Vincentz, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2008)