Rheinpark

Köln, Rheinpark, Tanzbrunnen, 2008 (Bild: Willy Horsch, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Köln: 60 Jahre Rheinpark

Wer mit der Seilbahn über den Rhein einschwebt, kann schon vorab in das Gefühl der Entstehungszeit eintauchen: 1957, zur Bundesgartenschau, wurde der Kölner Rheinpark eingeweiht. Die zeittypisch geschwungene Anlage entstand wortwörtlich auf den Trümmer(steine)n von Deutz. Für die Neugestaltung des Parks zeichneten verantwortlich die Landschaftsarchitektin Herta Hammerbacher, die Gartenarchitekten Günther Schulze und Joachim Winkler sowie der Kölner Gartendirektor Kurt Schönbohm. Heute bietet der Rheinpark nicht nur ein abwechslungsreiches Bild auf vielfältigen Pflanzen- und Brunnenanlagen, auch die Kleinarchitekturen lohnen einen Besuch – darunter z. B. der in den vergangenen Monaten mit viel Engagement vor der Entstellung bewahrte Rheinparkpavillon. Nicht zu vergessen natürlich die Parkbahn!

Damit hat es sich die denkmalgeschützte Grünanlage mehr als verdient, dass ihm die Stadt Köln zum runden Geburtstag ein Festprogramm spendiert: Die Seilbahn lässt am 24. September zwischen 10 und 18 Uhr den alten Fahrpreis von 1,70 (nur Euro statt Deutscher Mark) wiederaufleben. Zum Jubiläumsfest am 18. Juni sollen zwischen 11 und 17 Uhr nicht nur die Nostalgiker, sondern auch die neuen Parkfans auf ihre Kosten kommen: vom Kinderzirkus im Jugendpark bis zur kostenlosen Nackenmassage in der angrenzenden Claudius Therme. Am 8. September 2017 kann man sich von 18 bis 19.30 Uhr in die Geschichte der Parkbahn einführen lassen.

Köln, Rheinpark, Tanzbrunnen (Bild: Willy Horsch, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Rheinpark: Die Störche sind weg!

Köln, Zwei Störche (Bild: Willy Horsch, CC BY-SA 3.0)
Die Skulptur „Zwei Störche“ (1956) von Philipp Harth wurde aus dem Kölner Rheinpark gestohlen (Bild: Willy Horsch, CC BY-SA 3.0)

Zur Bundesgartenschau 1957 wurde der Kölner Rheinpark grundlegend erweitert und umgestaltet. Neben Bauwerken wie dem Tanzbrunnen mit dem Zeltdach von Frei Otto und dem Parkcafé entstand Platz für zahlreiche Brunnen und Kunstwerke. Zu ihnen zählt die Bronze „Zwei Störche“ von Philipp Harth (1885-1968). Besser gesagt: zählte. In der Nacht zum 14. März wurde die Plastik gestohlen. Dabei sind die Diebe reichlich rabiat vorgegangen, denn sie sägten kurzerhand die Storchenbeine ab. Vermutlich haben es die Spitzbuben auf den reinen Metallwert abgesehen. Somit ist sehr fraglich, ob das kürzlich restaurierte Kunstwerk, das fast 60 Jahre am Rheinufer stand, noch einmal auftauchen wird.

„Für den Rheinpark und alle Benutzer ist es ein unglaublich großer Verlust“, sagte Betriebsleiter Harald Schuster-Pieper dem Kölner Stadtanzeiger. Bisher werde der Rheinpark nur zwischen Mai und Oktober in den Abend- und Nachtstunden von einem Sicherheitsdienst bewacht. Schuster-Pieper fordert nun eine ganzjährige Streife, Originalkunstwerke sollten zudem lieber durch Duplikate ersetzt werden. Insgesamt befinden sich im Park noch rund 15 Skulpturen aus den 1950er Jahren. (db, 18.3.16)

Rheinparkcafé: „Betreiber gefunden“

Das Kölner Rheinparkcafé (Bild: Owi)
Das Kölner Rheinparkcafé musste lange auf seine Sanierung warten – das soll nun vorbei sein (Bild: Owi)

„Betreiber gefunden, Sanierung wird vorgestellt!“ – offensichtlich freudestrahlend meldet die Initiative „Perle sucht Dame“ die Neuigkeit. Das nierentischförmige Café im Kölner Rheinpark konnte 1957 zu seiner Einweihung noch 1.200 Menschen aufnehmen. In den letzten Monaten suchte man für das Kleinod der Nachkriegsmoderne nach einem neuen gastronomischen Betreiber. Nach einer öffentlichen Ausschreibung wurde nun der künftige Nutzer ausgewählt. Die Sanierung soll – im Rahmen des Arbeitsmarktförderprogramms „Win-Win für Köln“ – in den Händen des Architekten Bodo Marciniak liegen. Sein Kölner Büro hat sich bereits mit dem Umbau von Versammlungsstätten einen Namen gemacht – darunter die Umnutzung des Kölner E-Werks für kulturelle Veranstaltungen wie die alljährliche „Stunksitzung“.

Entworfen wurde das geschwungene Rheinparkcafé mit großzügigen Terrassenflächen durch den Architekten Rambald von Steinbüchel-Rheinwall. Es zählte zum Großprojekt der Bundesgartenschau, die 1957 unter dem Motto „Blumen blühen am Rhein“ auch den Wiederaufbau der Stadt in Szene setzte. Wie die Rheinterrassen und das Rosencafé konnte auch das Parkcafé mit seinem Blick auf den Dom werben. Doch während die beiden anderen Restaurationsbetriebe bereits liebevoll saniert wurden, musste das Parkcafé lange auf seine Wiederentdeckung warten. Das soll jetzt anders werden: Am 19. März 2015 stellt die Stadt Köln die neuen Pläne und Akteure der Presse vor. (kb, 18.3.15)

Rheinparkcafé sucht Betreiber

Das Kölner Rheinparkcafé (Bild: Owi)
Das Kölner Rheinparkcafé wurde 1957 zur Bundesgartenschau eingeweiht (Bild: Owi)

Das nierentischförmige Café im Kölner Rheinpark konnte 1957 zu seiner Einweihung 1.200 Menschen aufnehmen. Heute sucht das Kleinod der Nachkriegsmoderne nach einem neuen gastronomischen Betreiber. Auf die Chancen und Schönheiten, die das Rheinparkcafé weiterhin birgt, weist aktuell die Initiative „Perle sucht Dame“ – unterstützt u. a. vom Deutschen Werkbund NW und von der Bundesstiftung Baukultur – mit kreativen Aktionen hin: Am 18. Mai 2014 z. B. präsentierten elf „Schirmherren“ vor dem Café die Fotoausstellung „Aufbruch! Architektur der fünfziger Jahre in Deutschland“ von Hans Engels.

Entworfen wurde das geschwungene Baukunstwerk mit großzügigen Terrassenflächen durch den Architekten Rambald von Steinbüchel-Rheinwall. Es gehörte zum Großprojekt der Bundesgartenschau, die 1957 unter dem Motto „Blumen blühen am Rhein“ auch den Wiederaufbau der Stadt öffentlichkeitswirksam in Szene setzte. Wie die Rheinterrassen und das Rosencafé konnte auch das Parkcafé mit seinem Blick auf den Dom werben. Doch während die beiden anderen Restaurationsbetriebe bereits liebevoll saniert wurden, wartet das Parkcafé noch auf seine Wiederentdeckung.