Rheinparkcafé: Sanierung beginnt

Rheinparkcafé: Sanierung beginnt

Das Kölner Rheinparkcafé (Bild: Owi)
Im Kölner Rheinparkcafé läuft die Sanierung an (Bild: Owi)

2015 verkündeten wir die Rettung des Kölner Rheinparkcafés – und berichteten gleichzeitig über kritische Stimmen aus der kunsthistorischen Fachwelt hinsichtlich des Sanierungskonzepts. Hier sah man gar die Gefahr der „Versaubeutelung“ des eleganten Baus von 1957. Bevor der ursprüngliche Sanierungsplanung des Architekten Bodo Marciniak in Angriff genommen werden konnte, machte aber der Sohn des Architekten Steinbüchel-Rheinwall seine Urheberrechte an dem Bau geltend. Kürzlich wurden die Arbeiten wieder aufgenommen und man begann mit der Schadstoffsanierung und Entkernung des Cafés. Die kritisierten Pläne wurden indes einer Revision unterzogen.

Nach langen Verhandlungen einigten sich Stadt, Denkmalschutz, der Rechteinhaber und die zukünftigen Betreiber auf einen Kompromiss. Die für das Café charakteristische Rampe soll zwar nach wie vor abgerissen werden, an ihre Stelle wird künftig eine neue Rampe mit Treppe im Stile der 1950er treten. Die Vergrößerung des überdachten Raumes in der ersten Etage ist aber abgewendet, so dass die ursprüngliche Silhouette des Baus erhalten bleibt. 2018 soll das Café wiedereröffnet werden. (jr, 21.7.16)

Rheinparkcafé sucht Betreiber

Das nierentischförmige Café im Kölner Rheinpark konnte 1957 zu seiner Einweihung 1.200 Menschen aufnehmen. Heute sucht das Kleinod der Nachkriegsmoderne nach einem neuen gastronomischen Betreiber. Auf die Chancen und Schönheiten, die das Rheinparkcafé weiterhin birgt, weist aktuell die Initiative „Perle sucht Dame“ – unterstützt u. a. vom Deutschen Werkbund NW und von der Bundesstiftung Baukultur – mit kreativen Aktionen hin: Am 18. Mai 2014 z. B. präsentierten elf „Schirmherren“ vor dem Café die Fotoausstellung „Aufbruch! Architektur der fünfziger Jahre in Deutschland“ von Hans Engels.

Entworfen wurde das geschwungene Baukunstwerk mit großzügigen Terrassenflächen durch den Architekten Rambald von Steinbüchel-Rheinwall. Es gehörte zum Großprojekt der Bundesgartenschau, die 1957 unter dem Motto „Blumen blühen am Rhein“ auch den Wiederaufbau der Stadt öffentlichkeitswirksam in Szene setzte. Wie die Rheinterrassen und das Rosencafé konnte auch das Parkcafé mit seinem Blick auf den Dom werben. Doch während die beiden anderen Restaurationsbetriebe bereits liebevoll saniert wurden, wartet das Parkcafé noch auf seine Wiederentdeckung. (21.5.14)

Das Kölner Rheinparkcafé wurde 1957 zur Bundesgartenschau eingeweiht (Bild: Owi)