Richard-Neutra

Richard Neutra: Vom Haus zu Möbel

"Richard Neutra: Vom Haus zum Möbel" (Bild: Architektusalon Köln)
„Richard Neutra: Vom Haus zum Möbel“ (Bild: Architektusalon Köln)

Der österreichische Architekt Richard Neutra (1892-1970) wurde durch seinen Kollegen Alfred Loos auf die gestalterischen Umbrüche in den USA aufmerksam. Als er mit seiner Frau 1923 nach Amerika übersiedelte, lernte er u. a. Frank Lloyd Wright kennen. Neutra machte die klassische Moderne europäischer Prägung in den USA populär.

Dabei liebte er in seinen Projekten ganzheitliche Wohnkonzepte: Auch das Interieur, die Möbel gehörten für ihn untrennbar zu einem guten Entwurf. Neben zahlreichen Gebäuden entwarf Neutra in den 1920er bis 1940er Jahren Innenräume und Designklassiker. Die Möbelmanufaktur VS gibt nun eine Möbelkollektion heraus, die teils nur als Unikate oder Skizzen existierende Stücke Neutras ins reale Leben zurückholt. VS, die Söhne Neutras und die Neutra Gesellschaft präsentieren die Kollektion vom 2. bis 15. Oktober 2015 zusammen mit Skizzen und Werken des Architekten für zwei Wochen im Kölner AIT-ArchitekturSalon. Anmeldungen zur Vernissage am 1. Oktober 2015 um 19:30 Uhr im ArchitekturSalon Köln können gesendet werden an: koeln@ait-architektursalon.de. (kb, 30.9.15)

Iconic Houses in Quickborn

Die enge Anbindung an die natürliche Umgebung ist typisch für Neutras Werk (Bild: Sansculotte, CCBYSA 2.0D)
Die enge Anbindung an die natürliche Umgebung ist typisch für Neutras Werk (Bild: Sansculotte, CCBYSA 2.0D)

Seit 2006 kümmert sich die Richard J. Neutra-Gesellschaft um das Werk des Großkönners der Moderne. Geboren 1892 in Wien, übersiedelte. Neutra 1923 in die Vereinigten Staaten, wo er sich besonders von Frank Lloyd Wright inspirieren ließ. Wenn Neutra auch vorwiegend in den USA arbeitete, übernahm er doch auch einige Projekte in Europa, wie ein Gebäude der Wiener Werkbundsiedlung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete er in Deutschland nicht nur private Wohnsitze wie die Villa Rang in Königstein/Taunus oder Siedlungen wie in Mörfelden-Walldorf. Für den Hamburger Stadtteil schuf Neutra 1963 auch die „Bewobau-Siedlung Quickborn“:  67 Flachdachbauten nach neun verschiedener Typenvorbildern. Seit 2005 stehen sie unter Denkmalschutz. Am 30. Mai 2015 bietet die Richard J. Neutra-Gesellschaft um 14 Uhr eine Führung zum Thema „Richard Neutra in Quickborn“ an (Treffpunkt: Marienhöhe 43, 25451 Quickborn). Im Anschluss wird – als Teil der Begehung der Siedlung, um 16:30 die Ausstellung „Richard Neutras Architektur und ihr Widerhall in der Malerei von Pia Hodel-Winiker“ gezeigt (Marienhöhe 43, 25451 Quickborn): Bilder, die Elemente der Neutra-Häuser und ihr Spiel zwischen Innen und Außen sowie architektonische Eindrucke der Elblandschaft aufnehmen. (kb, 22.5.15)

Neutra-Ausstellung in Quickborn

Die enge Anbindung an die natürliche Umgebung ist typisch für Neutras Werk (Bild: Sansculotte, CCBYSA 2.0D)
Die enge Anbindung an die natürliche Umgebung ist typisch für Neutras Werk (Bild: Sansculotte, CCBYSA 2.0D)

Vor 50 Jahren entstand an der Marienhöhe im schleswig-holsteinischen Quickborn nach Plänen des Architekten Richard Neutra die Bewobau-Siedlung. Zum Jubiläum widmet die Stadt dem Architekten mit der Richard-Neutra-Gesellschaft eine Ausstellung noch bis zum 24. Oktober 2014 in der Stadtbücherei (Bahnhofstraße 100). Der Schwerpunkt liegt dabei sowohl auf dem Quickborner Projekt als auch auf der zeitgleich von Neutra verwirklichten Wohnsiedlung Walldorf bei Frankfurt.

Gezeigt werden Bilder des Fotografen Peter Löwy, der besonders den Aneignungsprozess durch die Bewohner einfängt. Richard Neutra, ein wichtiger Vertreter der klassischen Moderne, wurde 1892 in Wien geboren. 1923 siedelte er in die Vereinigten Staaten über, wo er sich besonders von Frank Lloyd Wright inspirieren ließ. Wenn Neutra auch vorwiegend in den USA arbeitete, übernahm er doch auch einige Projekte in Europa, wie ein Gebäude der Wiener Werkbundsiedlung oder eben das Quickborner Gebäudeensemble. Die Anlage setzt sich aus 67 Flachdachbauten zusammen, die nach Vorbild neun verschiedener Typen gebaut wurden. Seit 2005 stehen sie unter Denkmalschutz. (jr, 2.10.14)