Alles Platte oder was?

Alles Platte oder was?

"Alles Platte oder was?" (Bild: Landesenkmalamt Mecklenburg-Vorpommern)
„Alles Platte oder was?“ Die Landesdenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern sucht in einer Tagung nach Antworten (Bild: Landesdenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern)

Die Bauten der Ostmoderne sind in die Jahre gekommen, und die Frage steht an, ob sie erhaltenswert sind. Damit stellen sie die Denkmalpflege vor Entscheidungen: Was ist charakteristisch für die Zeit der DDR? Gibt es Bauten, die unabhängig von den vorherrschenden zentralistischen Strukturen typisch für den Norden oder aussagekräftig für das Bauen an der Küste sind?

Die Tagung „Alles Platte oder was? Architektur im Norden der DDR als kulturelles Erbe“, die vom 20. bis 22. Oktober 2016 in Rostock stattfindet, stellt sich all diesen Fragen. In Vorträgen und Diskussionen wird ausgelotet, wie heute mit den Wohnbauten und Siedlungen, den Bauten für Bildung, Kultur und Freizeit, den Industriegebäuden und Grenzbefestigungen umzugehen ist, die zu Zeiten der DDR entstanden sind. Exkursionen zu Fuß oder mit der Straßenbahn, eine Ausstellung und eine Abendveranstaltung der Architektenkammer runden die Veranstaltung ab. Um Anmeldungen wird bis zum 1. Oktober 2016 gebeten, alle weiteren Details sowie das ausführliche Programm gibt es hier. (kb, 28.6.16)

Rostock: Deutsch-deutsches Denkmal

Vom Knast zur Gedenkstätte: Das ehemalige Stasi-Gefängnis in Rostock. Bild: R. Henkel
Vom Knast zur Gedenkstätte: Das ehemalige Stasi-Gefängnis in Rostock (Bild: R. Henkel)

In der Rostocker Innenstadt steht das 1958-60 gebaute ehemalige Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Heute befindet sich in dem mehrfach erweiterten Gebäudekomplex eine Dokumentations- und Gedenkstätte zum Thema DDR-Staatssicherheitsdienst. Doch auch nach dem Ende der DDR wurde der Stasi-Knast noch einige Zeit als Untersuchungshaftanstalt genutzt. Seit 1998 gehört er zum Dokumentationszentrum für die Opfer deutscher Diktaturen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Rund zehn Jahre nach dem Mauerfall, im Oktober 1999 öffnete man die U-Haft-Anstalt für den regelmäßigen Besucherverkehr.

Zum Tag des offenen Denkmals ist die Rostocker Dokumentationsstätte am 14. September von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Um 11 Uhr wird eine Ausstellung mit Bildern vom Fall der Mauer und aus den Wendejahren eröffnet. Um 14 Uhr gibt es einen Vortrag über die Stasi und das DDR-Grenzregime im Norden, zudem findet die gesamte Zeit eine Beratung zur Einsicht in Stasiakten statt. (db, 10.9.14)

Endlich eine Neubauwohnung

Guter Wohnraum war knapp im kriegszerstörten Rostock. Nach 1945 explodierten die Bevölkerungszahlen der Hansestadt. Die Architekten versuchten sich zunächst an einem „sozialistischen“ Stil nach sowjetischem Vorbild. Später herrschten kostensparende, reduziert-moderne Bausysteme vor. Dem Rostocker Städtebau von 1945 bis 1990 widmet das Kulturhistorische Museum Rostock bis zum 25. Mai 2014 die Ausstellung „Endlich eine Neubauwohnung – Ideal wohnen in Rostock“. Gezeigt werden die allgemeinen stadträumlich-gesellschaftlichen Entwicklungen ebenso wie die Entstehung der neuen Stadtviertel von Reutershagen über die Südstadt, Lütten-Klein, Evershagen, Schmarl und Groß Klein bis hin zu Lichtenhagen, Dierkow und Toitenwinkel. (1.4.14)

Endlich eine Neubauwohnung (Bild: KM Rostock)