Big is Beautiful – es geht los!

Das Landesprojekt NRW zum Europäischen Kulturerbejahr „Big Beautiful Buildings – Als die Zukunft gebaut wurde“ wird Anfang April feierlich gestartet. Die Initiative rückt die Bauwerke der Wirtschaftswunderjahre in ein neues Licht. Große und kleine, bekannte und unbekannte, auffällige und unscheinbare Gebäude können dann wiederentdeckt werden. Ein Jahr lang werden im Ruhrgebiet besondere Gebäude ausgezeichnet, begleitet durch umfangreiche Informationen und ein Programm aus Kunst, Kultur und Unterhaltung.

„Big Beautiful Buildings“ ist ein gemeinsames Projekt von StadtBauKultur NRW und der TU Dortmund, Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung in Zusammenarbeit mit vielen Partnern aus Kultur, Immobilienwirtschaft, Politik und Verwaltung. Der feierliche Auftakt findet am 11. April um 18 Uhr im Musiktheater im Revier (Kennedyplatz, Gelsenkirchen) statt. Anmelden kann man sich online hier. (kb, 2.4.18)

Marl (Big Beautiful Buildings, Marl, Foto: Tania Reinicke)

Stahlschachteln

Das ehemalige Restaurant „Buschmühle“, ein Stahlbau der Architekten Otto-Heinz Groth, Werner Lehmann und Wolfram Schlote, entstand 1959 anlässlich der Bundesgartenschau im Dortmunder Westfalenpark. Dieses Gebäude steht für viele Stahlbauten und -konstruktionssysteme, die den technischen Aufbruch und eine neue Experimentierfreude seit den frühen 1950er Jahre bezeugten. Beteiligte am Stahlbau, darunter auch an Versuchen im Fertighausbau, waren Architekten und Ingenieure bis hin zur Montanindustrie. In Dortmund, im Ruhrgebiet und darüber hinaus nehmen Stahlbauten in der aktuellen Debatte um Erhalt, Schutz und Umnutzung des Nachkriegserbes eine besondere Position ein.

Daher will die Tagung „Von Stahlschachteln und Bausystemen. Zum Umgang mit Stahlbauten der Nachkriegszeit“ ausgewählte Beiträge aus dem Dortmunder Raum in einen breiteren Kontext zu stellen und die Diskussion um den Umgang mit diesen Bauten eröffnen. Die Taung findet am 16. März 2018 von 13 bis ca. 21 Uhr  statt im „Schürmanns im Park“an der Buschmühle im Westfalenpark Dortmund. Diese Veranstaltung wurde von der Ingenieurkammer-Bau NRW mit 8 Fortbildungspunkten unter der Seminar-Nr. 44577 als Fortbildung anerkannt. Die Anerkennung als Fortbildung bei der Architektenkammer NRW ist beantragt. Es wird eine Tagungsgebühr (inkl. Verpflegung) von 40 Euro erhoben. Anmeldungen sind bis zum 10. März 2018 möglich bei den Organisatorinnen: silke.haps@tu-dortmund.de oder alexandra.apfelbaum@tu-dortmund.de. (kb, 28.2.18)

Dortmund, Restaurant Buschmühle (Bild: historische Abbildung, buschmuehle-dortmund.de)

Trinkhallen im Pott

Trinkhallen im Pott

Wattenscheid, Trinkhalle Korthäuschen; Bild: Tag der Trinkhalle/Veranstalter
Bitte recht freundlich: Wattenscheid, Trinkhalle „Korthäuschen“ (Bild: Tag der Trinkhalle/Veranstalter)

Trinkhallen oder – wie der Hesse sagt – „Wasserhäuschen“ zählen zu den wichtigsten sozialen Orten, gerade auch in Großstädten und Metropolregionen. Im Ruhrgebiet huldigt man der Trinkhalle ganz besonders: Als „Dorfplatz der Großstadt“ ist kaum ein anderer Ort so eng mit der Geschichte und den Menschen der Region verbunden. Grund genug, die Trinkhallenkultur einen Tag lang im gesamten Ruhr­gebiet zu feiern – und zwar mit dem 1. Tag der Trinkhallen.

Am 20. August 2016 werden Kioske im ganzen Revier als Begegnungsort der Kultur(en) fungieren. Unter dem Motto „Kumpels, Klümpchen & Kultur“ bieten zahlreiche Trinkhallen der gesamten Metropole Ruhr ihren Kunden etwas Besonderes. An 50 ausgewählten Buden gibt es zusätzlich zwischen 16 und 22 Uhr ein Kulturprogramm der besonderen Art. Poetry Slam und Literatur, Kabarett und Kleinkunst, Musik von Rock/Pop, Jazz und Weltmusik bis zu Klassik und Elektro – live gespielt von Bands und DJs oder zum Mitsingen. Und wer sich nicht so sehr fürs Kulturprogramm interessiert, kann sich ja auch einfach ein „Herrengedeck“ bestellen. Oder an der Architektur mancher der „Kulturbuden“ erfreuen, denn es sind einige feine Exemplare der 1930er bis 1970er dabei … (db, 22.7.16)