Villingen: Wohin mit dem SABA-Werk?

SABA stand in der Nachkriegszeit auf vielen Rundfunkgeräten. Bereits seit den 1920er Jahren stellte die Unternehmerfamilie Schwer im Schwarzwald Radios her, ab den 1930er Jahren auch sog. Volksempfänger, zuletzt zudem Rüstungsgüter. Nach Kriegsende erweiterten Spielzeug (kurzzeitig), Kühlschränke und Fernseher das unterhaltungstechnische Sortiment. Der Betrieb, dessen Abkürzung vom Namen aus den Anfangsbuchstaben „Schwarzwälder Apparate-Bau-Anstalt August Schwer Söhne GmbH“ zusammengesetzt wurde, prägte mit den Werks- und Unternehmervillen der Familie Schwer einst den ganzen Ort.

Nach der Auflösung von SABA im Jahr 1980er Jahren ereilte auch den Nachfoglebetrieb TTE Germany in den 2000er Jahren die Insolvenz. Über Jahre hinweg wurde das ehemalige Betriebsgelände in Villingen zum „Technologie- & Innovationspark“ umgewandelt – unter Verlust der meisten Bestandsgebäude. Der Abriss des verbliebenen SABA-Gebäudes, in dem einst die Entwicklung untergebracht war, soll unmittelbar bevorstehen. Vor diesem Hintergrund stellte die Villinger SPD-Franktion, wie der „Südkurier“ berichtet, den Antrag an die Stadtverwaltung auf Erhalt der Leuchtschrift. (kb, 26.9.19)

Villingen, SABA-Werk (Bild: Haseluenne, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2007)