Science-Fiction-Architekturen

Mehr Zukunft bekommen Sie nicht an einem Tag: Am 29. September 2018 untersucht der Workshop „Von anderen Räumen. Science-Fiction-Architekturen“ im Berliner diffrakt (zentrum für theoretische peripherie, Crellestraße 22, Berlin) und in der Universität der Künste (Einsteinufer 43-53, Raum 203, Berlin). Veranstalter sind die AG Xeno-Architektur und das DFG-Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“. Der Workshop untersucht die Konstruktion von Zukünften in spekulativen Architekturentwürfen. Wie werden darin Zukünfte in Bilder gefasst? Welche Rolle spielen Technologie, Soziologie und Ökonomie? Sollen Objekte, Räume und Infrastrukturen für ein anderes künftiges Miteinander entstehen oder geht es um architektonische Spekulationen für eine warnende und hinterfragende Zukunftserforschung?

Im ersten Teil des fächerübergreifenden Workshops sollen gemeinsam verschiedene Räume diskutiert werden. Neben einer Anzahl ausgesuchter Werke (Constants New Babylon, Price‘ Fun Palace, 12 Cautionary Tales von Superstudio sowie aktuelle Werke zum spekulativen Design) können alle Teilnehmer ihre Beispiele vorstellen. Im zweiten Teil stehen Texten im Mittelpunkt, die sich der spekulativen Raumkonstruktion widmen. Anmeldungen sind möglich bis zum 26. September 2018 unter: mail@diffrakt.space. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. (kb, 26.9.18)

„Raumpatrouille – Die Phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“, BRD, 1966 (Copyright: Bavaria GmbH)

Things to Come

Things to Come

"Im Staub der Sterne", DDR 1976, Regie: Gottfried Kolditz (Bild: Copyright: DEFA-Stiftung/Heinz Pufahl)
„Im Staub der Sterne“, DDR, 1976, Regie: Gottfried Kolditz (Bild: Copyright: DEFA-Stiftung/Heinz Pufahl)

Wie werden wir in Zukunft leben? Während man sie dieser Frage in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik anhand von Statistiken und Prognosen annäherte, boomt im Kino und im Fernsehen seit den 1960er Jahren das Science-Fiction-Genre: Der Bogen reicht von den „Klassikern“ wie „Raumpatrouille“, „Im Staub der der Sterne“ oder „Star Trek“ bis hin zu aktuellen Produktionen  wie „District 9“ (2009), „Interstellar“ (2014) oder „Extant“ (2014–15).

Das Thema Raumfahrt ist nicht zuletzt wegen der geplanten Mars-Expedition heute ebenso aktuell wie 1969, dem Jahr der ersten Mondlandung. Dabei sagen Science-Fiction-Filme immer auch etwas über die Zeit aus, in der sie entstehen. Die Ausstellung „Things to Come. Science · Fiction · Film“ ist noch bis zum 23. April 2017 in der Deutschen Kinemathek in Berlin zu sehen. Begleitend ist im Kerber-Verlag ein Katalog erschienen. Im Rahmen des reichhaltigen Begleitprogramms wird am 17. September von 18 bis 2 Uhr im Bundesplatz-Kino (Bundesplatz 14, 10715 Berlin) „50 Jahre RAUMPATROUILLE: Lange Nacht mit allen sieben Episoden sowie Überraschungen“ präsentiert. Auf dem Programm stehen – neben einem Begrüßungssekt – eine Galyxo-Vorführung mit den Tänzerinnen Roswitha Völz, Julia Hellmers und Gwenaëlle Ludwig. Als Gäste werden Wolfgang Völz (Leutnant Mario de Monti) und Friedrich G. Beckhaus (Leutnant Atan Shubashi) erwartet. (kb, 27.8.16)

Das Sommerheft ist da: Spacedesign

Das Sommerheft ist da: Spacedesign

Balaton, Orion-Bar (Bild: Ády, CC BY SA 3.0, 1971-72, OTRS 2010030810038519)
Soll an das Unbekannte Flugobjekt der Kultserie „Raumpatrouille“ erinnern, die vor 50 Jahren erstmals ausgestrahlt wurde: die ehemalige Orion-Bar (1971) am Ufer des Balaton-Sees (Bild: Ády, CC BY SA 3.0, 1971-72, OTRS 2010030810038519)

Wenn erwachsene Männer sich freiwillig in grellbunte Fantasieuniformen kleiden, wenn Bauten wie Ufos aus dem Fernsehen aussehen (und auch genauso aussehen wollen), dann sind wir unbestreitbar auf dem Höhepunkt der Weltraumbegeisterung. Im Sommerheft von moderneREGIONAL „Spacedesign“ (Redaktion: Karin Berkemann) geht es um den Einfluss der Sternenfahrer auf Baukunst und Design der Moderne.

In seinem Leitartikel fragt Till Raether nach Herkunft und Folgen der nachkriegsmodernen Weltraumbegeisterung. Pamela Voigt führt durch die flauschige Seite des Kalten Kriegs, als der Kunst- zum Baustoff wurde. Matthias Ludwig ergründet die Leichtigkeit der ostdeutschen Hyparschale. Karin Berkemann schaut hinter die Kulissen der klassischen Science-Fiction-Serien. Katharina Sebold testet das Umfeld der Kosmonauten auf Nostalgiehaltigkeit. Sunna Gailhofer träumt mit Archigram von der Zukunft. Im Interview erzählen Erstbewohner und Spätnutzer von Planung und Wirklichkeit im „Planetenviertel“ Garbsen. Für das Porträt hat Daniel Bartetzko im Werk des Autofantasten Flaminio Bertoni gestöbert. Und mit einer kleinen Fotostrecke gratuliert Caspar Reinsberg einem berühmten Planetarium zum 90. Geburtstag. (db/kb/jr 1.8.16)