Beyond the Café/Pub Split

Beyond the Café/Pub Split

Polka-Gruppe (Bild: Ksummers04, CC BY-SA 4.0)
Wenn die ländliche Kultur zur Folklore wird: der Auftritt einer Polka-Gruppe (Bild: Ksummers04, CC BY-SA 4.0)

Die Tagung „Beyond the Café/Pub Split: Interlocking Urbanity and Rurality in the Popular Culture of East Central European Societies“, die vom 30. bis 31. Oktober 2015 in Prag stattfindet, widmet sich der Nationen-Bildung in Osteuropa. Im 20. Jahrhundert verknüpfte sich dieser besonders mit den Städten und Dörfern: Die kapitalistische wie die sozialistische Modernisierungsbewegung brachten ländliche Einwanderer und damit ländlichen Einfluss in die Zentren. Auf der anderen Seite beförderten sie künstlerische und soziale Kräfte, die das Interesse am ländlichen (Kultur-)Raum weckten. Heute gilt es für die Forschung, die klischeehafte Trennung zwischen „Stadt und Land“, „Café und Pub“ zugunsten einer neuen Sichtweise zu überwinden.

Fächer- und nationenübergreifend sucht das Centre for Study of Popular Culture noch Themenvorschläge wie: die Kultur ländlicher „Gastarbeiter“ im städtischen Raum, städtische Bilder vom Landleben (und umgekehrt), der politische Stadt-Land-Widerspruch im Spiegel der Populärkultur. Abstracts (max. 300 Worten, mit Kontaktdaten) sind bis zum 10. Juni 2015 willkommen. Bis zum 15. Mai 2015 können zudem „Panel Proposals“ eingereicht werden: max. 5 Papiere (Titel des Panels, Name der Verantwortlichen mit Kontaktpersonen/-daten, Abstracts zu den einzelnen Beiträgen) in Englisch. Wenn drei oder mehr für die Gruppe vorgeschlagenen Papiere angenommen werden, findet das Panel statt. Kontakt: urban.rural.popculture@gmail.com. (kb, 2.4.15)

Die südeuropäische Stadt

Die südeuropäische Stadt

Madrid, Gran Vía (Bild: Edescas2)
Madrid, Gran Vía – die moderne Seite der südeuropäischen Stadt (Bild: Edescas2)

Chaotisch, liebenswert, aber sicher nicht richtig modern – in der Forschung führte „die“ südeuropäischen Stadt lange ein Schattendasein. Der Workshop „The South European city. Urban space and urban society in the 20th century“ des Deutschen Historischen Instituts und der Universität München will mit diesem Vorurteil aufräumen. Vom 23. bis zum 25. Oktober 2014 sollen Interessierte aus den unterschiedlichsten Fachbereichen erleben: Der südeuropäische Städtebau sich im 20. Jahrhundert entfaltete sich zu einem eigenständigen gesellschaftlichen, geistigen und kulturellen Raum.

In der Diskussion sollen Themen der Urbanisierung und Stadtplanung, städtischen Gesellschaft und Identität verknüpft werden. Die Fachvorträge und Diskussionen drehen sich um Rom und Lissabon und Rom, das Wachsen und Schrumpfen, organisiertes und „wildes“ Leben, das Zentrum und die Randbereiche, den öffentlichen und privaten Raum. Über den geschichtlichen Blick hinaus sollen auch Perspektiven für die Zukunft dieses modernen Erbes entfaltet werden. Die Konferenzsprache ist Englisch. (kb, 27.9.14)

Centre Le Corbusier fällt an die Stadt

Centre Le Corbusier fällt an die Stadt

Das Züricher  Le-Corbusier-Haus (Bild: Roland zh)
Das Centre Le Corbusier am Züricher See, das letzte Werk des Stararchitekten der Moderne, wird ab Juli 2014 wieder regelmäßig für Besucher geöffnet (Bild: Roland zh)

Am Ostufer des Züricher Sees wurde 1967 der letzte Entwurf des Architekten Le Corbusier (1887-1965) umgesetzt. Das farbenfrohe Gesamtkunstwerk beherbergt das Heidi-Weber-Museum mit Werken des Stararchitekten. Nach Unstimmigkeiten zwischen der Besitzerin Heidi Weber und der Stadt Zürich wird das Centre Le Corbusier ab Juli 2014 wieder regelmäßig für Besucher geöffnet. In diesem Jahr fiel das Haus – der Baurechtsvertrag lief nach 50 Jahren aus – zurück an die Stadt.

Keinen Beton-Kubus, sondern ein Gesamtkunstwerk aus Stahl, Glas und Farbe gestaltete der Stararchitekt für Zürich. Unter dem plastisch aufgefalteten Dach sind die Museumsräume als eigenständiger Baukörper eingefügt. Der Bau wurde durch die Initiative der Innenarchitektin Heidi Weber ermöglicht, die in den Räumen Wechselausstellungen zu Le Corbusier plante. Nach Übergabe an die Stadt, soll das Centre Le Corbusier nun für die kommenden zwei Jahre vom Frühjahr bis zum Oktober, von Mittwoch bis Sonntag, von 12 bis 18 Uhr geöffnet werden. Aus konservatorischen Gründen wird die Besucherzahl täglich auf 100 begrenzt.