Schlagwort: Stahl

Dortmund, Restaurant Buschmühle (Bild: buschmuehle-dortmund.de)

Stahlschachteln

Das ehemalige Restaurant „Buschmühle“, ein Stahlbau der Architekten Otto-Heinz Groth, Werner Lehmann und Wolfram Schlote, entstand 1959 anlässlich der Bundesgartenschau im Dortmunder Westfalenpark. Dieses Gebäude steht für viele Stahlbauten und -konstruktionssysteme, die den technischen Aufbruch und eine neue Experimentierfreude seit den frühen 1950er Jahre bezeugten. Beteiligte am Stahlbau, darunter auch an Versuchen im Fertighausbau, waren Architekten und Ingenieure bis hin zur Montanindustrie. In Dortmund, im Ruhrgebiet und darüber hinaus nehmen Stahlbauten in der aktuellen Debatte um Erhalt, Schutz und Umnutzung des Nachkriegserbes eine besondere Position ein.

Daher will die Tagung „Von Stahlschachteln und Bausystemen. Zum Umgang mit Stahlbauten der Nachkriegszeit“ ausgewählte Beiträge aus dem Dortmunder Raum in einen breiteren Kontext zu stellen und die Diskussion um den Umgang mit diesen Bauten eröffnen. Die Taung findet am 16. März 2018 von 13 bis ca. 21 Uhr  statt im „Schürmanns im Park“an der Buschmühle im Westfalenpark Dortmund. Diese Veranstaltung wurde von der Ingenieurkammer-Bau NRW mit 8 Fortbildungspunkten unter der Seminar-Nr. 44577 als Fortbildung anerkannt. Die Anerkennung als Fortbildung bei der Architektenkammer NRW ist beantragt. Es wird eine Tagungsgebühr (inkl. Verpflegung) von 40 Euro erhoben. Anmeldungen sind bis zum 10. März 2018 möglich bei den Organisatorinnen: silke.haps@tu-dortmund.de oder alexandra.apfelbaum@tu-dortmund.de. (kb, 28.2.18)

Dortmund, Restaurant Buschmühle (Bild: historische Abbildung, buschmuehle-dortmund.de)

Düsseldorf, Mannesmann-Hochhaus (Bild: Copyright Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via wikimedia commons)

Versteckte Moderne

Die Stahlbauten der Nachkriegsmoderne sind oft unentdeckt, da Stahl meist mehr versteckter Helfer denn sichtbarer Akteur war. Unter dem Thema „Versteckte Moderne“ widmet sich eine Studie des bauforumstahl in Kooperation mit dem daf-Institut der Hochschule Anhalt in Dessau, der Forschung nach und über diese Gebäude, ihrer Dokumentation und Einordnung. Betrachtet werden Gebäude in Deutschland, der 50er und 60er Jahre sowie exponierte Beispiele bis in die 80er. Neben architektonischen wie konstruktiven Einzel- und Besonderheiten stehen der Umgang, der Erhalt und auch die Sanierung im Fokus.

Zu den beispielhaften Projekten zählen etwa das Gerling-Hochhaus in Köln von Helmut Hentrich und Hans Heuser, das Mannesmann-Hochhaus in Düsseldorf von Paul Schneider von Esleben oder aus den 1970ern die Mensa der TU Dresden von Ulf Zimmermann. Gezeigt werden aktuelle Revitalisierungsprojekte, architektonische Aspekte und beispielhafte konstruktive Lösungen. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 12. Januar 2018 im AIT-ArchitekturSalon Hamburg (Bei den Mühren 70). (db, 6.12.17)

Düsseldorf, Mannesmann-Hochhaus (Bild: Copyright Raimond Spekking, CC BY SA 4.0, via wikimedia commons)