Berlin: schöne neue Welt am Steglitzer Kreisel

Es wird alles besser. Und schöner. Soweit zumindest die CG-Gruppe, der in diesen Tagen der „Steglitzer Kreisel“ übergeben wurde. Der Bau des 34-geschossigen Hochhauses wurde 1968 nach Entwürfen der Architektin und Bauunternehmerin Sigrid Kressmann-Zschach (1929-90) begonnen. Die Kosten trugen teils der Berliner Senat, teils die Wohnungsbaugesellschaft AVALON. Durch die Insolvenz der Letzteren kam es 1974 zum Baustopp, die Stadt aber hatte gebürgt und nach einigen juristischen Verwicklungen konnte der Bau schließlich 1980 fertiggestellt werden. Zunächst zog das Bezirksamt Berlin-Steglitz-Zehlendorf ein. Doch als man in den 1990er Jahren Asbest feststellte, folgten Gutachten und 2007 schließlich Räumung und Leerstand.

Nach einem internationalen Bieterverfahren wurde das Ensemble an die CG-Gruppe verkauft, die zuvor schon den Sockel des Hochhauskomplexes erworben hatte. Inzwischen hatte man das ehemalige Bürohochhaus für 18,5 Millionen einer Asbestsanierung unterzogen. Anfang Juli erläuterten die Investoren nun auch ihre Planungen (Fuchshuber Architekten Leipzig) für die Sanierung, die bis 2021 abgeschlossen werden soll: In Sockel und Turm sollen insgesamt rund 350 Wohneinheiten entstehen. Einige werden vermietet, die meisten jedoch verkauft. Es ist die Rede von rund 5.000 bis rund 10.000 Euro Quadratmeterpreis (je höher, desto teurer). (kb, 10.7.17)

Berlin, Steglitzer Kreisel, Umbauplanungen (Bild: Fuchshuber Architekten Leipzig/CG-Gruppe)

Berlin: Steglitzer Kreisel wird verkauft

Berlin: Steglitzer Kreisel wird verkauft

Berlin, Steglitzer Kreisel (Bild: Muns, GFDL oder CC BY 3.0)
Schon während der Bauarbeiten skandalumwittert, später mit Asbestproblemen behaftet: der Steglitzer Kreisel in Berlin (Bild: Muns, GFDL oder CC BY 3.0)

Um mit den Trivia zu beginnen: Das im Folgenden beschriebene Hochhausensemble war Drehort für den Film „Didi – Der Doppelgänger“ mit Dieter Hallervorden. Begonnen wurde der 34-geschossige „Steglitzer Kreisel“ 1968 nach Entwürfen der Architektin und Bauunternehmerin Sigrid Kressmann-Zschach (1929-90). Die Kosten trugen teils der Berliner Senat, teils die Wohnungsbaugesellschaft AVALON. Durch die Insolvenz der Letzteren kam es 1974 zum Baustopp, die Stadt aber hatte gebürgt und nach einigen juristischen Verwicklungen konnte der Bau schließlich 1980 fertiggestellt werden. Zunächst zog das Bezirksamt Berlin-Steglitz-Zehlendorf ein. Doch als man in den 1990er Jahren Asbest feststellte, folgten Gutachten und 2007 schließlich Räumung und Leerstand.

Nun soll – nach einem internationalen Bieterverfahren – das Ensemble an die CG-Gruppe verkauft werden, die zuvor schon den Sockel des Hochhauskomplexes erworben hatte. Nachdem das ehemalige Bürohochhaus für 18,5 Millionen einer Asbestsanierung unterzogen wurde, soll der Verkauf 20 Millionen einbringen – also ein Erlös von 1,5 Millionen für die Stadt. Hier wollen die Immobilienentwickler 184 großzügig geschnittene Wohnungen entstehen lassen, deren Fenster dafür auf Bodenhöhe vergrößert werden sollen. Mit der Komplettsanierung soll Anfang 2017 begonnen werden. (kb, 24.8.16)