Suhl – Was bleibt zum Erinnern?

„Suhl“ steht für den Versuch, den Sozialismus en miniature zu bauen. Hier führt die SED mit besonderer Sorgfalt wirtschaftliche Reformen durch, gestaltet die sozialistische Moderne und überwacht die Menschen. 1988 leben 56.000 Menschen in der Bezirksstadt. Mitten im Thüringer Wald steht ein staatlich gefördertes urbanes Zentrum. Die (Um)Brüche der letzten 70 Jahre wollen wir aus verschiedenen Perspektiven betrachten und fragen: Was heißt sozialistische Umgestaltung? Wie setzt die SED ihre Herrschaft durch und wie reagiert die Gesellschaft darauf? Was ist das sozialistische Erbe Suhls, wie lässt sich damit umgehen und lohnt es sich überhaupt zu erinnern?

Zu diesem Thema veranstaltet die Stiftung Ettersberg vom 11. bis 12. März 2016 in der Ehemaligen Bezirksverwaltung des MfS (Hölderlinstraße 1, 98527 Suhl) den Workshop „Suhl – Was bleibt zum Erinnern? Grenzregion. Bezirksstadt. Zukunftsraum“. Die Tagung ist eine Kooperation der Stiftung Ettersberg mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU), dem Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA), der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (LZT) und der Stadt Suhl sowie mit freundlicher Unterstützung der Rhön-Rennsteig-Sparkasse. Anmeldeschluss ist am 4. März 2016, Ansprechpartner ist Dr. Peter Wurschi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 03643/4975-15, wurschi@stiftung-ettersberg.de. (kb, 2.3.16)

Der Workshop widmet sich (auch) den baulichen Hinterlassenschaften einer abgeschlossenen Epoche (Bild: Stiftung Ettersberg)