Bonn: Hochhaus weicht neuem Campus

Anstelle des Hochhauses der einstigen Pädagogischen Hochschule Bonn soll ein neuer Campus entstehen, wie der Bonner General-Anzeiger berichtet. Beim Bau des „Allgemeinen Versorgungszentrums III“ kamen einst hochgiftige Polychlorierte Biphenyle (PCB) zum Einsatz, die bei Gebäuden mit Fertigteilen häufig in den Abdichtungen zwischen den Bauteilen verwendet wurden. Deshalb finden hier schon seit 2010 keine Seminare mehr statt. Nun hat man sich für eine Nachnutzung entschieden, die einen Abriss vorsieht. Dieser bedeutet angesichts der Schadstoffe eine Herausforderung. Dennoch sollen bereits im kommenden Jahr die Bagger anrollen.

Das Ziel sei es dabei, für das zu sanierende Hauptgebäude der Universität, das sich in der Innenstadt befindet, Ausweichflächen zu schaffen, erklärte ein Sprecher der Universität gegenüber dem GA. Dafür will man einen provisorischen Campus zwischen Römerstraße und Rhein einrichten. Die Provisorien sollen in modularisierter Bauweise erstellt werden. (mk, 25.8.20)

https://creativecommons.org/licenses/?lang=deBonn, AVZ III (Bild: Stefan Knauf, CC0)

Von Henselmann bis Systembau

Von Henselmann bis Systembau

Marburg, Lahnberge-Universität, Systembau (Bild Antiope05411, CC BY SA 4.0)
Einer der modernen Systembauten der Marburger Lahnberge-Universität, zu denen Silke Langenberg – eine der Wiener Vortragenden – forscht (Bild Antiope05411, CC BY SA 4.0)

Auch in diesem Sommer laden die Abteilungen Kunstgeschichte und Denkmalpflege/Bauen im Bestand des Instituts für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege der Technischen Universität Wien ein zu den „Wiener Vorträgen zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege“ ein. Der diesjährige Schwerpunkt liegt im Bauen der Mitte des 20. Jahrhunderts und dem heutigen denkmalfachlichen Umgang damit.

In Wien (Technische Universität Wien, HS 14 A, 3. Stock, Stiege 3, Karlsplatz 13, 1040 Wien) referieren zwischen dem 5. April und dem 23. Juni jeweils von 18.30 bis 20.00 Uhr: am 5. April Thomas Flierl (Berlin) über „Hermann Henselmann und die Begründung des ‚Bauens in nationalen Traditionen‘ Anfang der 1950er Jahre in der DDR“, am 2. Mai Silke Langenberg (Hochschule für Angewandte Wissenschaften, München) über „Der systemimmanente Konflikt. Zur materiellen Erhaltung flexibler Strukturen“, am 30. Mai Winfried Nerdinger (NS-Dokumentationszentrum, München) über „Sind Steine unschuldig? Zum Umgang mit NS-Architektur“ sowie am 23. Juni Andreas Hild (TU München) über „Weiterschreiben“. Die Vorträge sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (kb, 2.4.17)