TofD: Saarbrücken barock-modern

TofD: Saarbrücken barock-modern

Saarbrücken, Eisenbahnstraße (Bild: Dguendel, GFDL oder CC BY SA 3.0)
In Saarbrücken trifft Barock auf nachkriegsmoderne Achsen wie die Eisenbahnstraße (Bild: Dguendel, GFDL oder CC BY SA 3.0)

In Saarbrücken kümmert sich, nicht nur zum Tag des offenen Denkmals,  das Projekt „Barock trifft Moderne“ um Erhalt und Weiterentwicklung des baukulturellen Erbes in Alt-Saarbrücken. Hier treffen die beiden für die städtebauliche Entwicklung wichtigen Epochen axial aufeinander: einerseits Barock mit Ludwigskirche und Ludwigsplatz, Friedenskirche und Wilhelm-Heinrich-Straße und andererseits Nachkriegsmoderne mit Eisenbahnstraße und Stengelanlage.

Ziel des Premiumprojekts im Bundes-Städtebauförderprogramm ist, beide Achsen im Stadtbild hervorzuheben. Zu diesem Schwerpunkt werden am 11. September zwei Führungen angeboten: Führung I (Löwengasse, Treffpunkt: Friedenskirche) mit Herrn van Meeren, Herrn Kraemer, Herrn Schwager, Herrn Wendt, Herrn Mildenberger und Herrn Kurz startet um 10.30 Uhr. Führung II (Ludwigsplatz, Treffpunkt Staatskanzlei) mit Herrn Meyer startet um 14.30 Uhr (Kontakt für beide Angebote:  Hans Mildenberger, Stadtplanungsamt Saarbrücken, 0681/9054041, hans.mildenberger@saarbruecken.de; Jürgen Meyer, Geographie ohne Grenzen, 0681/30140289, info@geographie-ohne-grenzen.de). (db, 27.8.16)

TofD: München macht in Kunst

TofD: München macht in Kunst

München, U-Bahnstation Machtlfinger Straße (Bild: Florian Schütz, GFDL oder CC BY SA 3.0 oder CC BY 2.5)
Eines der vielen Kunstwerke im öffentlichen Raum des Architekten, Malers und Bildhauers: die Münchener U-Bahnstation Machtlfinger Straße (Bild: Florian Schütz, GFDL oder CC BY SA 3.0 oder CC BY 2.5)

Die bayerische Landeshauptstadt bietet zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals zwei Programmpunkte rund um die bildende Kunst des 20. Jahrhundert. In seinen ehemaligen Atelierräumen (Muttenthalerstraße 26) in München-Solln wird der Nachlass von Rupprecht Geiger (1908-2009) betreut. Seit 2010 können Besucher hier Werke des Nachkriegskünstlers besichtigen, der mit seinen Werken den öffentlichen Raum in München prägte. Zum 10. September ist das Archiv Geiger von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Führungen sind für 10 und 14 Uhr angesetzt. Um 14 Uhr wird ein Kinderworkshop zur Sonderausstellung (Originalbilder zum neu erschienenen Scrollbook „Neon – die Maus. Abenteuer im Archiv Geiger“) angeboten (Kosten: Führungen 10 Euro, Workshop 3 Euro, Kontakt: Archiv Geiger, 089/72779653, info@archiv-geiger.de).

In München-Sendling wurde 1920 eine Gaststätte zur Himmelfahrtskirche (Kidlerstraße 15) umgewidmet und nach Kriegszerstörungen 1953 schöpferisch wiederaufgebaut. Bemerkenswert ist auch die künstlerische Ausstattung: das Himmelfahrtsbild von Fritz von Uhde, ein Kreuz mit Ecce-Homo-Darstellung von Sven Kalb und die Holzskulptur des Pilatus von Andreas Kuhnlein. Am 10. September ist um 12 Uhr eine Führung durch Pfarrerin Christine Sippekamp angesetzt. Um 10 Uhr findet ein themenbezogener Gottesdienst mit anschließendem Kirchenkaffee statt (Kontakt: Pfarrerin Christine Sippekamp, 089/7141516, christine.sippekamp@elkb.de). (db, 24.8.16)

TofD: Hamburg im Ab- und Umbruch

TofD: Hamburg im Ab- und Umbruch

Hamburg-Horn, Umbau der ehemaligen Kapernaumkirche zur Al-Nour-Moschee, 2016 (Bild: K. Berkemann)
Hamburg: Der Umbau der Kapernaumkirche zur Al-Nour-Moschee hat das Kulturdenkmal vor dem Abbruch bewahrt (Bild: K. Berkemann)

Hamburg war als Kaufmannsstadt schon immer (sagen wir es pastoral) robust im Umgang mit seinen Denkmalen. Zwei der aktuellen Streitobjekte (ummachen oder umnutzen?) der Architekturmoderne sind zum diesjährige zum Tag des offenen Denkmals geöffnet und bieten damit die Chance, sich selbst eine Meinung zu bilden. Solange er noch steht (und wir hoffen, das ist noch sehr sehr lange), bietet der dem Abriss sehr sehr nahestehende Cityhof (Klosterwall), das von Rudolf Klophaus 1959 gestaltete Hochhausensemble gegenüber vom Hauptbahnhof, ein lohnendes Ziel für die am 10. September anberaumten Führungen: 11 und 15 Uhr, Treffpunkt am Arno-Schmidt-Platz, eine Anmeldung bis zum 6. September ist erforderlich unter: fuehrungen@city-hof.org.

Vor dem Abriss bewahrt, dafür mitten in einer lebhaft diskutierten Umnutzung steht die Kapernaumkirche (Sievekingsallee 191) in Horn. Erbaut 1958-61 nach einem Entwurf von Otto Kindt, wird das Innere des Beton-Backsteinbaus von Betonwabenfenster des Glaskünstlers Claus Wallner durchlichtet. 2012 wurde die 2004 entwidmete Kirche verkauft und wird nun zur Moschee umgestaltet. Die sehenswerte Baustelle ist am 10. September von 11 bis 15 Uhr geöffnet, eine Führung ist für 11.30 angesetzt. (kb, 23.8.16)