Rome revisited. 1948-64

Rome Revisited. 1948-64

Rom im Jahr 1963 (Bild: Philipp Capper)
Die italienische Hauptstadt Rom im Jahr 1963 (Bild: P. Capper)

Nach dem Krieg traf sich in Rom nicht nur der glamouröse Jetset, sondern auch die internationale Kunstszene: Robert Rauschenberg und Cy Twombly begegneten der Scuola di piazza del Popolo und der Arte Povera, John Cage arbeitete mit dem Komponisten Luciano Berio, Nam June Paik und Charlotte Moorman inszenierten ihr Happening. Als erste Adresse hatte sich die Rome-New York Art Foundation etabliert, die allein zwischen 1957 und 1961 neun Ausstellungen möglich machte. Ihre Arbeit mündete 1964 in den Siegeszug der Amerikanischen Pop Art auf der Biennale von Venedig.

Die innovative Wirkung der Rome-New York Art Foundation soll 2015 mit einer Ausstellung gewürdigt werden. Vorlaufend planen die American Academy in Rome und die Terra Foundation for American Art am 15./16. Januar und am 11./12. März 2015 je ein Seminar. Eingeladen sind Forscher, die zu Kino, Malerei, Skulptur, Musik und Literatur in der italienischen Hauptstadt zwischen 1948 und 1964 arbeiten. Abstracts für eine 20-minütige Präsentation, der gewünschte Termin sowie ein CV können bis zum 15. Juli 2014 gesendet werden an: Peter Benson Miller, American Academy in Rome, p.miller@aarome.org. (kgb, 17.6.14)

28. Kirchbautag in München

28. Kirchbautag in München

München, Matthäuskirche (Bild: Rufus46)
Die Münchener Matthäuskirche ist zentraler Treffpunkt beim 28. Evangelischen Kirchbautag (Bild: Rufus46)

Es ist eine moderne Veranstaltung mit Tradition, wurde der Evangelische Kirchbautag doch kurz nach Kriegsende im Jahr 1948 begründet. Schon zum 28. Mal trifft sich die Fachwelt, um über den aktuellen evangelischen Kirchenbau zu diskutieren. Vom 9. bis zum 12. Oktober 2014 laden die evangelische Landeskirche in Bayern und das Präsidium des Kirchbautages zum Thema „Evangelisch präsent – Kirche gestalten für die Stadt“ nach München ein. Experten aus der Soziologie, Architektur, Kunstgeschichte und Theologie referieren, wie protestantische Kultur in einer Großstadt wie München – in direkter Nachbarschaft zu anderen religiösen und kulturellen Räumen – aussehen kann.

Nach dem Krieg beantwortete der Architekt Gustav Gsaenger diese Frage schon einmal, als er die Matthäuskirche (1957) beim Sendlinger Tor unübersehbar in geschwungenen Formen gestaltete. Die Matthäuskirche bildet einen zentralen Veranstaltungsort des Kirchbautags, der am 9. Oktober mit Architekturführungen, Gottesdienst und Empfang eröffnet wird. Die Themen, die am 10. Oktober durch Vorträge und Exkursionen anklingen, können am 11. Oktober in Workshops vertieft werden. Am 12. Oktober endet die Fachtagung mit dem Abschlussgottesdienst in der Lukaskirche. (kgb, 7.6.14)

Trauma und Utopia

Trauma und Utopia

Kenzo Tange, hier einer seiner frühen Wohnbauten von 1953, gilt als Neuerer der modernen japanischen Architektur (Bild: Shinkentiku 30, 1955)
Kenzo Tange, hier eines seiner frühen Häuser von 1953, gilt als Erneuerer der japanischen Nachkriegsarchitektur (Bild: Shinkentiku 30, 1955)

Nicht nur für West- und Osteuropa, auch für Japan und den asiatischen Raum bedeutete das Jahr 1945 einen tiefgreifenden Einschnitt. Welche Auswirkungen hier das Kriegsende auf die Künste hatte, fragt das Internationale Symposion „Trauma and Utopia. Interactions in post-war and contemporary Art in Asia“, welches das Tate Research Centre: Asia-Pacific/London und das Mori Art Museum/Tokio vom 9. bis zum 10. Oktober 2014 in Tokio ausrichten. Das Symposion wird über die bildende Kunst hinaus ausdrücklich für die Themenfelder Architektur, Mode, Design und Stadtplanung geöffnet.

Die Veranstalter rufen nun zu Vorschlägen in den folgenden Schwerpunkten auf: Die urbane Umwelt (Stadt, Natur, Utopie), der menschliche Körper (Performance und Design), Japan in Asien und in der Welt (Konflikt, Kollaboration und pan-asiatische Beiträge). Vorschläge für 20-minütige Papers können als englischsprachiger Abstract von 250 Worten bzw. 500 Buchstaben in Japanisch bis zum 16. Mai 2014 gesendet werden an: trc.asiapacific@tate.org.uk und pp@mori.art.museum. Ausgewählte Redner würden dann gebeten, ihren vollständigen Text auf Englisch/Japanisch bis zum 9. September 2014 einzureichen. Beim Symposion können die Beiträge in Englisch oder Japanisch gehalten werden.