Tecklenburg: Das Kulturhaus soll saniert werden

Das Städtchen Tecklenburg im Münsterland erhielt 1960 ein neues Kulturhaus, das damals unter dem Namen Kreisheimathaus geführt wurde. Hier sollte u. a. der Kreistag seine Sitzungen abhalten. Der moderne Flachdachbau mit großen Glasflächen und vorgehängten Sandsteinplatten staffelt ein umfangreiches Raumprogramm geschickt über mehrere Geschosse in den Hang. Seit 2007 steht der Bau unter Denkmalschutz. Aktuell ist das Kulturhaus gesperrt, da Gefahr von möglichen herabfallenden Sandsteinplatten drohe. Vor Beginn der Arbeiten haben Stadt, Architekt und Denkmalpflege miteinander gesprochen, immerhin stehen Sanierungs- und Umbaukosten von 7,75 Millionen Euro im Raum. Die Finanzierung soll u. a. über Fördermittel des Landes und einen Eigenanteil der Kommune sichergestellt werden. Mit der Sanierung wurde der Architekt Joseph Pape aus Herford betraut.

Nach dem bisherigen Grobkonzept soll das Äußere weitestgehend unverändert erhalten bleiben, inkl. der Sandsteinoberflächen, der meisten originalen Türen und Fenster. Im Inneren soll der Umbau die mögliche Besucherzahl von 199 auf 350 steigern. Ebenso gilt es, Brandschutz und Barrierefreiheit zu berücksichtigen – dafür soll ein Treppenhaus mit Aufzug angebaut werden. Zudem ist die Rede von einer Erneuerung der Sanitär- und Haustechnik, inkl. einer neuen Photovoltaikanlage. Über die originale Bühnentechnik sei man noch im Gespräch, erklärte der Architekt gegenüber dem Stadtrat und der Presse, da Teile davon unter Schutz stehen. Künftig soll das Haus flexibel für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden, zudem soll hier das Stadtarchiv untergebracht werden. Auch Vereine und Initiativen sind willkommen. (kb, 16.12.21)

Tecklenburg, Kreisheimathaus (Bild: postm2001,  CC BY SA 4.0, 1973)

Tecklenburg, Kulturhaus (Titelmotiv: Philipp Fölting, Münsterland e. V., CC BY SA 4.0; unten: postm2001, CC BY SA 4.0, 1973)