moderneREGIONAL feiert seinen fünften Geburtstag

Internetjahre zählen wie Hundejahre, mal sieben. So gesehen ist moderneREGIONAL im Erwachsenenalter angekommen, denn vor fünf Jahren gingen wir online. Unterwegs haben wir uns in die Sozialen Medien gewagt, den Blick auf das ganze 20. Jahrhundert geweitet, eine virtuelle Karte begründet, einen Preis gewonnen, eine erste Ausstellung auf die Reise geschickt, einen virtuellen Bauchladen eröffnet – und vor allem Mitstreiter*innen, Partner*innen und Freund*innen gewonnen, ohne die wir nie so weit gekommen wären. Zum Jubiläum hat unser Team seine liebsten Heftbeiträge aus den letzten fünf Jahren herausgesucht. Aber was war Ihr mR-Highlight? (kb/db, 30.9.19)

Und hier das Ergebnis unseres Geburtstagsvotings (im Rennen waren die untenstehenden fünf Beiträge. Der beliebteste Heft-Beitrag unserer Leser ist mit 27% Till Schauen, Insel mit Zapfsäule (19/1). An zweiter Stelle folgt mit 23% Till Briegleb, Hübsch hässlich (16/1). Und an dritter Stelle steht mit 19% Ursula Baus, Verteidigen, was kein Denkmal ist (17/2). Herzlichen Glückwunsch! (kb/db, 23.10.19)

Die Voten des mR-Teams

„Insel mit Zapfsäule“ von Till Schauen – ich selbst jage und fotografiere schon ewig alte Tankstellen.

Peter Liptau, mR-Redakteur „Social Media“

„Ein ‚zynisch-fröhlicher‘ Stoff“ von Benedikt Boucsein – Waschbeton vom Feinsten.

Johannes Medebach, mR-Redakteur „aktuelle Meldungen“

„Verteidigen, was kein Denkmal ist“ von Ursula Baus – weiterhin Pflichtlektüre für alle am Bau Beteiligten.

Maximilan Kraemer, mR-Redakteur „aktuelle Meldungen“

„Zauberische Ungeduld“ von Till Raether – so poetisch kann Baugeschichte sein.

Karin Berkemann, mR-Herausgeberin

„Hübsch hässlich“ von Till Briegleb – bringt die Schönheit des Unangepassten auf den Punkt.

Daniel Bartetzko, mR-Herausgeber

Bekannt aus Funk und Fernsehen

Bekannt aus Funk und Fernsehen

Der Brutalismus hat es geschafft, zumindest letzten Freitag bis ins „Süddeutsche Magazin“: Der Hamburger Journalist Till Raether (sollte es Ihnen zu uncool vorkommen, ihn aus seinen Brigitte-Kolumnen zu kennen, verweisen Sie einfach auf seine Krimi-Autorenschaft) gesteht auf sechs Seiten seine wachsende Liebe zum selbstbewussten Baustil. Denn eigentlich sollte der kantige Kunststein doch die „Städte für alle“ ermöglichen: „Freie Betonareale träumten vom gesellschaftlichen Austausch, schwebende Betonfußwege von kurzen Wegen und frei fließendem Verkehr, gestaffelte Betonbalkone von Ausblicken für alle, Betonfassaden vor Gesamtschulen vom sozialen Aufstieg.“

Kongenial ergänzt wird der Text durch die „Brutalist Berlin“-Fotos von Denis Barthel (den dürfen Sie kennen, aus einem coolen Online-Magazin). Eingeflochten sind Zitate von Oliver Elser von SOSBrutalism (Ausstellung ist für den Herbst in Vorbereitung), der genüsslich „Architektur-Pornografie“ à la Pinterest seziert. Der britische Journalist Jonathan Meades bedauert die Skandinavier, die „ein tragischer Mangel an Unsensibilität und ein Exzess an Vernunft“ von brutalistischen Äußerungen abhielten. Und moderneREGIONAL wird zur Frage zitiert, warum der graue Kunststein bei 40plus und 20plus gleichermaßen geliebt wird. Neugierig? Wer es am Kiosk verpasst hat, kann das Heft bei der freundlichen Süddeutsche-Zeitung-Redaktion nachbestellen oder nun auch online einsehen. (kb, 29.1.17)