Ungers‘ erste Häuser

Ungers‘ erste Häuser

Ungers: Haus Müller, (c) UAA
Das Haus Müller in Köln ist ein Projekt Ungers‘ aus dem Jahr 1957/58 (Bild: (c) UAA)

Die TU Berlin widmet sich in den nächsten Monaten dem Schaffen eines ehemaligen Mitarbeiters: Der Architekt Oswald Mathias Ungers wirkte von 1963 bis 1969 als Dekan an der Hochschule, bevor er für ein Jahrzehnt an den Hochschulen der USA lehrte und vielbeachtete Bauten in diversen deutschen Städten plante. Gleich drei Ausstellungen sollen Ungers Werk nun umfassend beleuchten. Den Auftakt bildet die Schau „O. M. Ungers: Erste Häuser“. Sie widmet sich exemplarisch drei Bauten Ungers‘ aus den Jahren 1957 bis 1962. Sie ist bis zum 28. Juli 2016 im Architekturmuseum der TU Berlin (Straße des 17. Juni, Untergeschoss Flachbau) zu sehen.

Die drei präsentierten Bauten verdeutlichen die Emanzipation des Architekten vom Funktionalismus der Nachkriegszeit. So interpretierte Ungers die Architektur als autonome Kunstform, die in enger Wechselwirkung mit der jeweiligen Bauaufgabe singuläre Kreationen hervorbringe. Die Ausstellungsreihe ist ein Kooperationsprojekt des UAA Ungers Archiv für Architekturwissenschaft in Köln, der Politecnico di Milano und des Architekturmuseums der TU Berlin. (jr, 30.6.16)

50 Jahre Märkisches Viertel

Zum 50. gab es ein neues Logo, eine Homepage und Straßenfeste. Die erste Westberliner Großwohnsiedlung der Nachkriegszeit ist inzwischen mehr als erwachsen geworden. Errichtet wurde die Satellitenstadt von 1963 bis 1974, geplant von rund 35 Architekten – darunter Namen wie Werner Düttmann oder Oswald Mathias Ungers. Als die ersten Bewohner 1964 einzogen, waren sie stolz auf ihre neue moderne Wohnung. In den folgenden Jahren kippte das Image des Märkischen Viertels hin zum sozialen Brennpunkt. Erst rund um das 40. Jubiläum wurden die Qualitäten des Quartiers wiederentdeckt.

Heute schätzen die Berliner wieder die gute Infrastruktur – vom Einkaufs- bis zum Kirchenzentrum – und vielfältigen Grün- und Wasserflächen im Märkischen Viertel. Und das 50. Jubiläum des Erstbezugs nimmt die Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU zum Anlass, dem Image ihrer Häuser einen frischen Anstrich zu verpassen. Das bunte „Viertel“ im Kreis steht für die Vielfalt der Kulturen und Bewohner. Ein Reichtum, der diesen Sommer weiter mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert und bekannt gemacht werden soll. (kb, 7.6.14)

Im Sommer 1964 zogen die ersten Bewohner in das neue Berliner Märkische Viertel (Bild: Gesobau)