Welterbe für den Olympiapark?

Welterbe für den Olympiapark?

Wenige Monate nach dem Tod des großen Baumeisters ist ein Buch übers Werk von Frei Otto erschienen (Bild: Jorge Royan, CC BY-SA 3.0)
Das Münchener Olympiastadion setzte 1972 Maßstäbe (Bild: Jorge Royan, CC BY SA 3.0)

Wofür die „Aktion Welterbe Olympiapark e. V.“ steht, hat sie sich in den Namen geschrieben. Anlass ist ein entsprechender Antrag (Aufnahme in die Kandidatenliste für das UNESCO-Weltkulturerbe), den LINKE und ÖDP in den Münchener Stadtrat eingebracht haben. Argumente ließen sich dafür viele denken: die Bedeutung der Olympiade für die junge Bundesrepublik, das Gesamtkunstwerk der dafür geschaffenen Anlage, der Anschlag …

Als Architekten der Olympiabauten konnten keine Geringeren als Günter Behnisch (und das Team bei Behnisch + Partner) sowie Jörg Schlaich (Projektleiter bei den Statikern Leonhardt und Andrä) gewonnen werden. Und spätestens seit dem Tod des posthumen Pritzker-Preisträgers Frei Otto im März 2009 steht auch er als Konstrukteur des außergewöhnlichen Dachs des Olympiastadions im Mittelpunkt des Interesses. Die Matinee „Ein Dach der Welt“, eine Veranstaltung eben jener Initiative, will die Argumente für einen Schritt hin zum Weltkulturerbe am 27. November 2016 ab 11 Uhr in München darlegen: mit Schirmherr Dr. Hans-Jochen Vogel (Münchener Oberbürgermeister 1960-72), Ulrike Nasse-Meyfarth (zweifache Goldmedaillengewinnerin), Prof. Michael Petzet (ICOMOS-Ehrenpräsident, Gutachter des Welterbekomitees), die Wellküren, Prof. Elisabeth Merk (Stadtbaurätin), Michael Lerchenberg, Dr. Dan Shaham (Generalkonsul des Staates Israel für Süddeutschland), Gert Heidenreich und Jens Harzer (spricht über Frei Otto), die Moderation übernimmt Marion Glück-Levi. (kb, 22.11.16)