Back to the 90s: Jetzt das Buch vorbestellen

Die Moderne kam in den 1990er Jahren nicht zu ihrem Ende, sondern holte formvollendet Schwung für eine neue Runde. Während sich diese Dekade zwischen Mauerfall und Millennium klar eingrenzen lässt, saß die Baukunst stilistisch zwischen allen Stühlen – zwischen Öko und Hightech, zwischen Rekonstruktion und Rendering, zwischen Magenta-Mint und Anthrazit. Im Zeichen des Neoliberalismus wurde viel gebaut und auf der Suche nach einer Wiedervereinigungsarchitektur noch mehr darüber diskutiert. Was jene Jahre im Kern zusammenhielt, waren die Aufgaben und Inhalte, das Durchbrechen und Neudefinieren von Grenzen.

Wo Forschung und Denkmalpflege heute noch am Anfang stehen, wird in der Immobilienbranche schon munter gesichtet und aussortiert. Daher beschreibt der frisch bei Urbanophil erschienene Sammelband, als Startpunkt des moderneREGIONAL-Projekts „Best of 90s“, ebenso übergreifende Entwicklungen wie konkrete Bauten des Arbeitens, des Wohnens und der Freizeit. Mal nostalgisch, mal analytisch, aber immer respektvoll führen die Autor:innen durch das erhaltenswerte Kulturerbe zwischen Post- und Transmoderne. Dieser erste und längst überfällige Rundumblick über die 1990er-Jahre-Architektur im deutschsprachigen Raum regt nicht nur zur fachlichen Neubewertung an, sondern macht auch Mut zum Experiment und Lust auf eigene Entdeckungstouren.

Vorbestellung

Der erste, längst überfällige Rundumblick auf die Architektur der 1990er Jahre im deutschsprachigen Raum.

Bereit für etwas 90s-Glamour? Die ersten 50 Vorbestellungen erhalten ein Überraschung gratis obendrauf. Auslieferung ab Ende November.

Glitzer-Schlüsselanhänger in 90er-Jahre-Farben (Bild: PD)

Details

Berkemann, Karin (Hg.), Das Ende der Moderne? Unterwegs zu einer Baugeschichte der 1990er Jahre, Urbanophil e. V., Berlin 2021, Softcover, 17 x 24 cm, Hochformat, 192 Seiten, 600 Gramm, rund 100 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, ISBN 978-3-9820586-9-6.

Erschienen bei Urbanophil, gestaltet vom Bureau Punktgrau, auf Grundlage der Beiträge zur Best-of-90s-Tagung im Juli 2021, mit Beiträgen von Kirsten Angermann, Daniel Bartetzko, Eva Devasi, Johann Gallis, Albert Kirchengast, Christian Kloss, Matthias Ludwig, Laura Mameli, Katharina Müller, Dominik Olbrisch, Lorena Pethig, Philipp Reinfeld, Fabian Schmerbeck, Tim Tröger, Sophia Walk und Julia Zinnbauer, herausgegeben von Karin Berkemann.

“Best of 90s” ist ein Projekt von moderneREGIONAL mit Baukultur NRW, dem BDA Hessen, dem Denkmalschutzamt Hamburg und dem baden-württembergischen Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, fachlich beraten durch Kirsten Angermann, Daniel Bartetzko, Dr. Andreas Butter, Dr. Martin Bredenbeck, Dr. Matthias Ludwig und Olaf Mahlstedt, redaktionell betreut von Peter Liptau, unter der Projektleitung von Dr. Karin Berkemann. Tagungspartner war das Baunetz.

Titelmotiv: Buchcover (Detail) (Bild: Buchcover, Urbanophil)

Das neue Hoyerswerda

“Hoy Woy, Dir sind wir treu, du blasse Blume auf Sand, heiß, laut, staubig und verbaut, du schönste Stadt hier im Land” – der Liedermacher Gerhard Gundermann brachte das ambivalente Gefühl vieler Bewohner auf den Punkt. Die sächsische Kreisstadt Hoyerswerda galt einst als Vorzeigesiedlung der DDR. Seit 1957 entstand in Großblock- und Plattenbauweise die sog. Zweite Sozialistische Stadt: zwischen 1955 und 1959 rund 2.000 Wohnungen an den Altstadträndern, zwischen 1957 und 1965 die ersten rund 1.200 Wohnungen der Neustadt Elster, zwischen 1966 und 1975 zwei dichter bebaute Komplexe mit rund 6.000 Wohnungen, in den ausgehenden 1980er Jahren nochmals rund 2.000 Wohnungen am Rand der Neustadt

In seiner neuen Publikation folgt der Grafiker, Stadt- und Architekturhistoriker Felix Richter den Zwischentönen in der Diskussion um das ehrgeizige Wohnbauprojekt. Damit will das im Berliner Urbanophil-Verlag erschienene Buch neue Perspektiven eröffnen: “auf einen erstaunlich offen geführten medialen Diskurs um den sozialistischen Städtebau in der DDR”. Richter ist Mitbegründer der Agentur “punktgrau”, die auch die Gestaltung dieses Buch übernommen hat. (kb, 30.1.20)

Richter, Felix, Das Neue Hoyerswerda. Ideenhaushalt, Aufbau und Diskurs der zweiten sozialistischen Stadt der DDR, Berlin 2020, Urbanophil-Verlag, 368 Seiten, 110 Abbildungen, ISBN: 978-3982-0586-1-0.

Hoyerswerda (Bild: Doriy Anthony, GFDL oder CC BY SA 4.0, 2013)

Happy Birthday: 10 Jahre urbanophil

Happy Birthday: 10 Jahre urbanophil

Wir von moderneREGIONAL machen das jetzt gute zwei Jahre. Wie viel Arbeit mag da hinter zehn Jahren Onlinedienst steckt. Daher vorweg schon einmal: Happy Birthday urbanophil! Das “Netzwerk für urbane Kultur” mit Sitz in Berlin begeht seine 10. Geburtstag mit einer großen Feier vom 14. auf den 15. Oktober 2016 in der dortigen Bar “Moritz am Park” (Dreysestraße 17, 10559 B-Moabit). Bereits am 14. Oktober, um 18 Uhr starten die Feierlichkeiten mit dem urbanoSALON #8 im ZK/U (Siemensstrasse 27, 10551 Berlin-Moabit), bei dem Autorin Michaela Schmidt mit Praktikern aus der Planung über ihr neues Buch “Im Inneren der Bauverwaltung” diskutiert.

Am 15. Oktober startet der urbanophil-Tag um 11 Uhr mit dem “Newcomer-Frühstück” im Kaffee A. Horn (Carl-Herz-Ufer 9, 10961 Berlin-Kreuzberg). Um 13 Uhr wird die “urbanoTOURS #1” angeboten, eine Radtour zu Bauten der Architekten Baller & Baller. Zur selben Zeit bricht auch die “ubanoTOURS #2” auf, eine urbane Gartentour mit Heißgetränk und Geburtstagstorte. Weiter geht es um 16 Uhr mit der “urbanoTOURS #3”, eine Tour zu U-Bahnhöfen Rainer Rümmlers. Oder Sie entscheiden sich zur selben Uhrzeit zur “urbanoTOURS #4”, zur interaktiven Tour von articipate! und St. Urban. Damit haben sich alle Teilnehmer dann die um 19 Uhr angesetzte “GEBURTSTAGSPARTY ’10 Jahre URBANOPHIL” – mit einer Ausstellungseröffnung, einem “Miniposium” und vielen Gästen – redlich verdient. (kb, 2.10.16)