Desk in Exile. Bauhaus Lab 2016 (Bild: Stiftung Bauhaus Dessau)

Talks around the Desk

Talks around the Desk

Desk in Exile. Bauhaus Lab 2016 (Bild: Stiftung Bauhaus Dessau)
Unter dem Titel „Desk in Exile“ setzte sich das „Bauhaus Lab“ mit einem Schreibtisch-Klassiker und seiner Geschichte auseinander (Bild: Stiftung Bauhaus Dessau)

Ein Schreibtisch geht auf Reisen – so kurzgefasst das Thema des diesjährigen „Bauhaus Lab“. Unter dem Titel „Desk in exile“ sollten „junge Professionelle“ aus Architektur, Design, Kunst sowie kuratorischer Praxis in der Stiftung Bauhaus Dessau der „transatlantischen Reise“ eines Bauhausmöbels nachforschen. Es geht um ein Möbelstück aus schwerem Kirschbaumholz mit Glasauflage, das sich von Weimar über Dessau und Berlin nach London und New England in den USA bewegte.

Der Originalschreibtisch, der 1923 als Teil eines Gesamtkunstwerkes für den ersten öffentlichen Auftritt des Bauhauses in Weimar entworfen wurde, steht bis heute in Lincoln, im Kinderzimmer des amerikanischen Domizils der Familie Gropius. Die vielen Umzüge sind ihm anzusehen: Der Glasaufsatz fehlt, Wasser-und Farbflecken haben Spuren auf der Maserung hinterlassen und Knaufe ersetzen die Schlüssel. Die Teilnehmer des Labs führten ihre Ergebnisse in einer Installation zusammen. Sie wird bis zum 90. Geburtstag der Bauhausbauten am 4. Dezember 2016 im Vorzimmer des Direktorenzimmers im Dessauer Bauhausgebäude, in dem sich seit einigen Jahren eine Replik des Schreibtisches befindet, zu sehen sein. (kb, 17.8.16)