An der Technischen Universität Berlin hat sich im Winter 2025/26 ein Masterstudienprojekt dem Erbe Bruno Tauts in Magdeburg, insbesondere seinem Generalsiedlungsplan aus dem Jahr 2023 gewidmet. Untersucht haben die Studierenden unter Leitung von Dr. Svenja Hönig, welche Leitideen Taut in dem Plan formulierte und in welchem Maße sie in den realisierten Siedlungen, z.B. die Hermann-Beims-Siedlung (1924–1932) oder der Siedlung Cracau, umgesetzt, weiterentwickelt oder verändert wurden. Im Mittelpunkt standen das damalige Zusammenwirken der verschiedenen institutionellen Ebenen, der Planungsinstrumente, der Baugenossenschaften und der Architekten sowie die denkmalpflegerische und planungshistorische Bedeutung der Siedlungen.
Die Ergebnisse des Projekts können nun unter dem Titel „Bruno Tauts Erbe in Magdeburg. Der Generalsiedlungsplan von 1923“ in Form einer digitalen Ausstellung angesehen werden, die Nele Rehbaum umgesetzt hat. Zentrum der Ausstellung ist der Generalsiedlungsplan selbst, die daraus entwickelten Wohnsiedlungen sowie die Arbeit des damaligen „Stadterweiterungsamtes“, in dem Taut gemeinsam mit weiteren Vertretern des Neuen Bauens zentrale Impulse für die räumliche, soziale und gestalterische Entwicklung Magdeburgs setzte. Ganz einfach zu bedienen ist es nicht, aber wenn man die Tastatur am unteren Bildrand verstanden und genügend Arbeitsspeicher hat, kann man in Ruhe durch die Räume der Ausstellung wandern, Pläne und Fotos betrachten und die Wandtexte lesen. (pk, 24.2.26)

Magdeburg, Hermann-Beims-Siedlung, Enckeplatz (heute Beimsplatz), Entwurf: Bruno Taut, 1924–1936 (Bild: Rudolf Hatzold (1884—1950), 1920er Jahre, CC0, Public Domain)
