"The Brutalist Playground"

The Brutalist Playground

The Brutalist Playground

"The Brutalist Playground"
Ein bislang kaum beachteter Teil des nachkriegsmodernen Siedlungswesen: die häufig künstlerisch anspruchsvoll gestalteten Spielplätze (Bild: S1 Artspace)

Vom 18. Juni bis zum 11. September ist die Ausstellung „The Brutalist Playground“ der Künstler Assemble und Simon Terrill im S1 Artspace Park Hill in Sheffield zu sehen. Ursprünglich gestaltet für das Royal Institute of British Architects (RIBA), wurde die Wanderausstellung nun neu aufgelegt. Auf dem Gelände eines Spielplatzes, den die Architekten Jack Lynn und Ivor Smith von 1957 bis 1961 entworfen hatten, entstand eine interaktive Installation, die Fragen aufwirft zum „Design des Spielens“ damals wie heute.

Großformatige Elemente „brutalistischer“ Spielplätze (Churchill Gardens, London, Seamount Court Aberdeen, Brownfield Estate, London and Park Hill, Sheffield) wurden 1:1 nachgestellt und bieten den Besuchern jeden Alters damit die Chance, sich durch eine surreale Landschaft des Spielens der Nachkriegszeit zu bewegen. Entworfen von Architekten und Stadtplanern, sollten diese brutalistischen Spielgelände ursprünglich als Gegenbild zu den glatten konventionellen „Toy Worlds“ die kindliche Fantasie freisetzen. Als Materialien kamen die Baustoffe der sie umgebenden Wohnsiedlungen zum Einsatz: Holz, Ziegel und vor allem Beton. Im Verlauf der 1970er Jahre fielen diese Spiel-Landschaften in Ungnade und werden erst seit Kurzem von Forschern und (Bau-)Künstlern wiederentdeckt. (kb, 13.6.16)