Wenn das späte 20. Jahrhundert Stararchitekten hervorgebracht hat, dann zählt Frank Gehry (1929–2025) mit Sicherheit dazu. Auch wenn er sich selbst nicht wirklich als Dekonstruktivist verstand, wird er seit den ausgehenden 1980er Jahren gerne unter diesem Etikett geführt. Sein unverwechselbarer Stil wurde zur Marke, die man gezielt einkaufte, um einer Skyline, einem Museum, selbst einer Bushaltestelle das gewisse Etwas zu verleihen.

Nur wenige Monate nach seinem Tod präsentiert die Ausstellung „The Century of Gehry“ 19 seiner Projekte in acht Kapiteln: vom Haus Gehry in Santa Monica bis zur Loyola Law School, von den Chiat/Day-Büros bis zum Guggenheim Museum in Bilbao. Neben Skizzen und Modellen wird zudem Gehrys Kontakt zu Künstler:innen und Berufskolleg:innen aufbereitet, allen voran der portugiesische Architekt Álvaro Siza. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Dezember 2026 in der Fundação de Serralves in Porto (Rua D. João de Castro 210, 4150-417 Porto) zu sehen. (kb, 29.8.26)

Hannover, Bushaltestelle "Braunschweiger Platz", Frank Gehry, 1994 (Bild: Christian A. Schröder, CC BY SA 4.0, 2016)

Hannover, Bushaltestelle „Braunschweiger Platz“, Frank Gehry, 1994 (Bild: Christian A. Schröder, CC BY SA 4.0, 2016)

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