Münster, Stadttheater (Bild: Theater Münster, CC BY SA 4.0, 2014)

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Im besten Fall verbindet ein Theater gute Schauspieler:innen, eine kluge Inszenierung und ein beeindruckendes Bühnenbild – nicht umsonst wurde die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft von der Bundesregierung für die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit nominiert.. Häufig wurde auch architektonisch sehr darauf geachtet, dass der Bau nicht nur seine Funktion erfüllt, sondern auch durch ein repräsentatives Äußeres auf das kulturelle Angebot aufmerksam macht. Überregional bekannte Beispiele des 20. Jahrhunderts schafften es, wie die Oper in Sydney, inzwischen bereits auf die UNESCO-Welterbeliste. Wie die anhaltende Diskussion um das Frankfurter Schauspiel belegt, ist diese besondere Baugattung – nicht erst seit der pandemiebedingten Kulturkrise – aktuell jedoch in ihrem Erhalt bedroht.

Die Tagung „Sein oder Nichtsein. Historische Theaterbauten: Nutzung und Modernisierung“ wird von ICOMOS Deutschland und dem Deutschen Architektur Museum Frankfurt (DAM) veranstaltet in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission und PERSPECTIV – Gesellschaft der historischen Theater Europas in Frankfurt am Main vom 16. bis zum 17. September 2021. An den beiden Konferenztagen führen Sektionen durch die Epochen des Theaterbaus, darunter auch das 20. Jahrhundert, und schließen mit einer Einheit für konservatorische Fragen. Noch werden Themenvorschläge gesucht. Die Tagungssprache ist Deutsch, aber auch englische Vorträge sind möglich. Diese sollten eine Länge von 20 Minuten (inkl. Rückfragen) nicht überschreiten. Vorschläge sind als Abstract (max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen), Curriculum Vitae (max. 500 Zeichen) und der Zuordnung zu einer der Sektionen willkommen bis zum 18. Juni 2021 unter: john.ziesemer@icomos.de. (kb, 10.6.21)

Münster, Stadttheater (Bild: Theater Münster, CC BY SA 4.0, 2014)