Berlin, Deutsche Oper (Bild: Andreas Praefcke, CC BY 3.0)

Theaterbau in der Stadt der Moderne

Theaterbau und Stadt in der Moderne

Berlin, Deutsche Oper (Bild: Andreas Praefcke, CC BY 3.0)
Mitten im städtischen Getriebe: die Deutsche Oper in Berlin (Bild: Andreas Praefcke, CC BY 3.0)

In Berlin wird das Kunsthistorische Institut vom 12. bis 13. Januar 2017 im Haus der Berliner Festspiele (Schaperstraße 24, 10719 Berlin-Wilmersdorf) das Symposion „Theaterbau und Stadt der Moderne“ ausrichten. Der Workshop soll sich dem Wechselspiel von Theaterarchitektur und Städtebau seit der Zeit um 1800 anhand von europäischen und außereuropäischen Beispielen widmen. Opern- und Schauspielhäuser dienten als Kern für die Neuformulierung städtischer Strukturen, von den großen städtebaulichen Programmen des späten 19. Jahrhunderts bis zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor allem in Deutschland wurden Theaterbauten zu Kristallisationspunkten neuer Stadtquartiere – wie es z. B. auf dem CIAM-Kongress 1951 verhandelt wurde.

Der Bezug zum urbanen Raum war der Baugattung durch die antiken Amphitheater in die Wiege gelegt, eröffneten sie doch vielfach Ausblicke auf die  Umgebung. In der Moderne blieben solche Motive höchst aktuell, wie etwa die gläsernen Foyers der Deutschen Oper Berlin belegen. Die Auflösung von Raumgrenzen wurde zu einem zentralen Motiv im modernen Theaterbau, zwangsläufig verbunden mit einer wechselseitigen Durchdringung von Architektur und Stadtraum. Diesem spanungsreichen Wechselspiell will sich das öffenltiche Symposion in Berlin annähern. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich bis zum 6. Januar 2017 bei: frank.schmitz@fu-berlin.de. (kb, 11.6.16)