Frankfurt, Alte Opter (Bild: Pedelecs, CC BY SA 3.0)

Theaterbau in der Stadt der Moderne

Theaterbau und Stadt in der Moderne

Frankfurt, Alte Opter (Bild: Pedelecs, CC BY SA 3.0)
Errichtet 1880, zerstört 1944, wiederaufgebaut 1981, heute von Hochhäusern überragt: die Alte Oper in Frankfurt am Main (Bild: Pedelecs, CC BY SA 3.0)

In Berlin plant das Kunsthistorische Institut vom 12. bis 13. Januar 2017 im Haus der Berliner Festspiele das Symposion „Theaterbau und Stadt der Moderne“. Der Workshop soll sich dem Wechselspiel von Theaterarchitektur und Städtebau seit der Zeit um 1800 anhand von europäischen und außereuropäischen Beispielen widmen.

Opern- und Schauspielhäuser dienten als Kern für die Neuformulierung städtischer Strukturen, von den großen städtebaulichen Programmen des späten 19. Jahrhunderts bis zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor allem in Deutschland wurden Theaterbauten zu Kristallisationspunkten neuer Stadtquartiere – wie es z. B. auf dem CIAM-Kongress 1951 verhandelt wurde. Vor diesem Hintergrund sollen zunächst die Beziehungen zwischen öffentlichen Kulturbauten und ihrer urbanen Umgebung problematisiert werden. In einem weiteren Schritt sollen die Theaterbesucher als Akteure verstanden werden. Weitere Fragestellungen richten sich an die Formung von Gemeinschaft durch Theaterbauten, etwa durch die Sitzordnung. Der Workshop soll unterschiedliche Disziplinen zusammenbringen: Architektur- und Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften, Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaften. Erwünscht sind Beitrage von 20 bis 30 Minuten auf Deutsch oder Englisch. Reisekosten werden soweit möglich erstattet. Abstracts (max. eine Seite) und ein kurzer Lebenslauf werden bis 23. Juni 2016 erbeten an: frank.schmitz@fu-berlin.de. (kb, 7.6.16)