Das „Kinderparadies“ im Frankfurter Gutleutviertel, das 1927/28 zunächst für eine Nutzung über die Sommermonate konzipiert worden war, sollte bedürftigen Kindern tagsüber zur Erholung dienen. Der Frankfurter Baurat Adolf Meyer (1881-1929) entwarf hier eine zum Garten hin offene und im Inneren stützenfreie Halle als Eisenbetonkonstruktion, die mit Glasbausteinen ausgemauert wurde. Ein Planschbecken, Schülergärten, Spielplätze, ein offener Unterrichtsplatz im Freien und eine Badeanlage in der ehemaligen Floßrinne der alten Frankfurter Schleuse prägten das Bild der Erholungsstätte für Jugend und Öffentlichkeit. Der Bau ist Teil des „Neuen Frankfurt“ unter Ernst May – und wurde dabei jahrzehntelang übersehen.

Der ehemalige Kinderhort im Sommerhoffpark (Gutleutstr. 317, 60327 Frankfurt) kam erst 2025 unter Denkmalschutz. Zuvor stand er jahrelang leer und war dem Verfall preisgegeben. Mittlerweile engagiert sich eine Initiative aus dem Gutleutviertel für den Erhalt des Gebäudes und des historischen Baumbestands des ehemaligen Gogel’schen Gutshofs. Die Stadt Frankfurt plant nun eine mehrjährige Zwischennutzung des ehemaligen Kita-Gebäudes. Sie soll Auftakt für eine umfassende denkmalgerechte Sanierung und eine langfristige Umnutzung sein. Gleichzeitig ist dieses Projekt ein zentraler Bestandteil der bevorstehenden Transformation des westlichen Gutleutviertels und eröffnet neue Angebote für den öffentlichen Raum. Am 13. September ist der Pavillon von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, um 14:00 Uhr und 16:00 Uhr finden Vorträge zur Entwicklung des Standorts statt. Zudem ist eine Biografie mit ausgewählten Bauten von Adolf Meyer zugänglich, die den historischen Kontext des Neuen Frankfurt erläutert.

Frankfurt, Adolf-Meyer-Pavillon (Bild, Harry Haarstark, M.A.)

Frankfurt, Adolf-Meyer-Pavillon (Bild, Harry Haarstark, MA)

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