Das Ökumenische Gemeindezentrum Kranichstein wurde 1980 geweiht – und eingeweiht. Es vereinte die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus und die evangelische Philippus-Kirchengemeinde unter einem Dach. Die Architekten Rolf Romero (1915-2002) und Lothar Willius (1929-1995) gestalteten den Bau in der charakteristischen Formensprache der Spätmoderne. Eine Zeitlang vor ungewisser Zukunft stehend,wurde es 2020 im Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen. Auch im Verzeichnis „Straße der Moderne“ des Deutschen Liturgischen Instituts wird es mit einem Gebäudeportrait geführt.

Der Großsiedlung (Neu-) Kranichstein entstand ab 1968 als völlig neuer Stadtteil im Grüngürtel Darmstadts, verantwortlich für den Großteil der Planungen war Ernst May (1886-1970). Er war als Stadtbaurat in den späten 1920er Jahren auch der Initiator des Neuen Frankfurt. Da das Kranichstein-Projekt seinerzeit nicht zuende geführt wurde, geriet das Wohngebiet teils zum Hochhaus-dominierten sozialen Brennpunkt. Erst ab den 1980er Jahren wurden mit der Erschließung weiterer Baugebiete eine größere Durchmischung erreicht; das Ökumenische Zentrum (Bartningstraße 40, 64289 Darmstadt) war damals eines der ersten Projekte. Im Rahmen des TOFD wird es am 13. September zwischen 12.00 und 18.00 Uhr Führungen durch die Kirchen- und Gemeinderäume geben; um 16.00 Uhr startet zudem ein Musik-Programm. Und schließlich ist halbstündlich eine Videopräsentation über den Stadtteil Kranichstein, den Bau des ÖGZ und über Aktivitäten im ÖGZ zu sehen. (db, 12.9.26)

Darmstadt-Kranichstein, Ökumenisches Gemeindezentrum (Bild: Marcel Schawe; Straße der Moderne)

Darmstadt-Kranichstein, ökumenisches Gemeindezentrum (Bild: Marcel Schawe; Straße der Moderne)

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.