In Teil 4 der Reihe zum Tag des offenen Denkmals 2025 werfen wir einige Schlaglichter in die Mitte Deutschlands, nach Hessen, Sachsen-Anhalt und Sachsen.
Selbstverständlich lohnt sich in Hessen immer auch der Besuch moderner Kirchen wie der Gustav-Adolf-Kirche (1927/28 von Martin Elsässer) in Frankfurt am Main, der Katholischen Kirche St. Peter und Paul in Marburg (Architekten Otto Linder und Erwin Lenz, 1957–1959) oder der Pfarrkirche Heilig-Kreuz (Paul Johannbroer, 1958/59) in Weilburg. Der hessische Hingucker im Programm allerdings war klar das Haus Sindlingen in Frankfurt am Main. Das Haus Sindlingen ist ein Veranstaltungszentrum in Frankfurt am Main, im Stadtteil Sindlingen. Es wurde Anfang der 1960er Jahre im Stil des Brutalismus vom Frankfurter Architekten Günter Bock als Bürgerhaus des Stadtteils entworfen und steht an zentraler Stelle am Bahnhof Frankfurt-Sindlingen. Besichtigung am Sonntag, 14. September, 12:00 bis 14:00 Uhr.
In Sachsen-Anhalt geht die Empfehlung zum einen in die Fläche und zum anderen punktuell in die Höhe. In die Fläche geht es in Magdeburg mit der Hermann-Beims-Siedlung (Programm 14. September, 11:00 bis 15:00 Uhr). Entstanden in den 1920er Jahren auf Grundlage des von Bruno Taut erarbeiteten Generalsiedlungsplans, überzeugt die Siedlung durch klare Linien, moderne Formen und ein funktionales Wohnkonzept mit großzügigen Grünanlagen und schlichter Eleganz für die sozialen Bedürfnisse der Arbeiterklasse. Hoch hinaus schießt die Flamme der Freundschaft in Hettstedt. Die Flamme der Freundschaft ist ein Industriedenkmal mit 15 Meter hohem Obelisk mit Kabinett. Errichtet wurde das Denkmal mit und für die Einspeisung sowjetischen Erdgases in das Walzwerk Hettstedt und die Kupfer-Silberhütte Hettstedt am 3. Oktober 1974. Besichtigung und Führung: Sonntag, 14. September, 11:00 bis 16:00 Uhr.
In der sächsischen Landeshauptstadt, in Dresden, öffnet der Ernemannbau am 14. September von 10:00 bis 18:00 Uhrseine modernen Türen. Der Ernemann-Bau ist das Wahrzeichen von 100 Jahren Foto-Kino-Industrie in Dresden. Die 1898 im Dresdner Osten gebaute Fabrik wurde mehrfach erweitert. Der von 1916 bis 1923 aus Stahlbeton errichtete Neubau mit dem 43 Meter hohen Ernemannturm entstand nach einem Entwurf der Dresdner Architekten Emil Högg und Richard Müller im Stil des Deutschen Werkbundes. Und wenn man noch nicht da war, dann vielleicht gleich weiter zum Haus Schminke, das Hans Scharoun von 1930 bis 1933 für den Nudelfabrikanten Fritz Schminke entworfen und realisiert hatte. Führungen am Sonntag, 14. September, um 12:00, 13:00, 14:00 und 15:00 Uhr (pk, 29.8.25)

Frankfurt, Haus Sindlingen, Architekt: Günter Bock, 1960er Jahre (Foto: Jupp Falke/Handwerker, CC BY-SA 3.0)
