Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stehen heute im Mittelpunkt unserer moderneaffinen Empfehlungen zum Tag des offenen Denkmals 2025 am 13. und 14. September 2025.

In Brandenburg gab es bereits 1941 Windräder, zumindest versuchsweise. Auf dem Mathiasberg bei Bötzow wurden zwischen 1941 und 1945 von Hermann Honnef Windkraftanlagen zu Versuchszwecken aufgebaut und betrieben. Bis zu 36 Meter hoch waren die Stahlgittermasten, Windräder und Generatoren mit verschiedenen Leistungen wurden getestet. Übrig sind davon nur noch die Fundamente und alte Fotos geblieben. Programm am 14. September von 13:00 bis 17:00 Uhr. Auch aus dem Bereich der technischen Innovation kommt das Zentral-Institut für Funktechnik bei Heidesee (Führung am Sonntag, 14. September, 15:00 und 17:00 Uhr Uhr). Das in den 1950er Jahren erbaute Institut auf der Bergspitze war viele Jahrzehnte der größte Arbeitgeber im Ort und wurde mit seinem weithin sichtbaren Turm zum Wahrzeichen des siebenhundert Jahre alten Dorfes Kolberg.

Das niedersächsische Osnabrück bietet sich für einen Besuch nachkriegsmoderner Kirchen an. Die Bonnuskirche (Otto Andersen, 1962–1964) und die Melanchthonkirche (Heinz Däke und Hans Pause, 1962–63) aus den 1960er Jahren jedenfalls sind am 14. September offen. Auf dem flachen Land locken wieder ungewöhnliche Industriedenkmale, wie beispielsweise das Fördergerüst der Schachtanlage Konrad 1, das von 1960 bis 1976 der Erzförderung in Salzgitter diente und seither als ein Wahrzeichen der Stadt gilt. Führungen gibt es am 14. September um 10:00, 11:15 und 12:30 Uhr.

Rostock und Wismar rufen mit nachkriegsmodernen Denkmalen nach Mecklenburg-Vorpommern. In Rostock ist es der Hellingkran Neptun PWK 40, von 1976 bis 1991 in der damaligen Neptunwerft Rostock als einer von zwei Kränen gebaut und aufgestellt, der am Sonntag, 14. September, um 10:00 Uhr zur Besichtigung bereit steht. In Wismar darf die im Jahr 2020 unter Schutz gestellte Mensa (1972–1975) der Ingenieurhochschule Wismar besucht werden. Der aus unterschiedlichen Kuben zusammengesetzte Baukörper wird gestalterisch durch insgesamt sieben frei tragende Schirmschalen geprägt, welche auf Entwürfe Ulrich Müthers zurückgehen. Geöffnet am Sonntag, 14. September, von 10:00 bis 10:30 Uhr.

Schleswig-Holstein hat so viele nachkriegsmoderne Denkmäler zu bieten, dass wir willkürlich den Besuch von Rendsburg vorschlagen. Die dortige Eisenbahnhochbrücke und Schwebefähre (Besichtigung Sonntag, 14. September, 12:00 Uhr), die 1913 nach Plänen des Ingenieurs Johann Friedrich Voß über den Nord-Ostsee-Kanal errichtet wurde und unter der Hauptbrücke eine Schwebefähre erhielt, steht bereits seit 1988 unter Schutz. Die 2.486 Meter lange Stahlkonstruktion besteht aus beidseitigen Rampen und mittlerer 317 Meter langer Hauptbrücke aus Stahlfachwerk auf zwei markanten Pylonen. Aus 42 Metern Höhe geht es dann über die 55,19 Meter lange Rolltreppen auf 21,47 Meter unter Normalnull in den Rendsburger Fußgängertunnel (1962–1965). Dieser ist rund um die Uhr geöffnet, am 14. September gibt es um 11:00 Uhr ein Saxofonkonzert mit anschließender Führung. (pk, 27.8.25)

Rendsburg, Fußgängertunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal, Südportal mit Rolltreppe und Aufzug, (Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, 2013)

Rendsburg, Fußgängertunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal, Südportal mit Rolltreppe und Aufzug, (Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, 2013)

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