Das Rathaus in Fellbach wurde vor rund 40 Jahren, 1984-86, nach Plänen des Zürcher Architekten Ernst Gisel (1922-2021) errichtet. Die Fachpresse bezeichnete den Bau als ein „ziemlich perfektes Stück Architektur und Stadtbaukunst“, eine Bürgerinitiative wollte die „Betonburg“ hingegen jahrelang verhindern. Der Gebäudekomplex zeichnet sich durch seine klare Grundrissorganisation, die prägnante Architektursprache und die städtebauliche Einbindung in den umgebenden Stadtraum aus. Längst gilt das Rathaus als bedeutender Beitrag zur Geschichte des öffentlichen Bauens in Baden-Württemberg: Es steht seit 2014, damals noch keine 30 Jahre alt, unter Denkmalschutz. Bereits 1987 wurde es mit dem Deutschen Architekturpreis und dem Deutschen Natursteinpreis ausgezeichnet, 1988 folgte der Hugo-Häring-Preis des BDA.

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, öffnet auch das Fellbacher Rathaus seine Türen: Zunächst gibt es im Freigelände von 11:00 bis 13:00 Uhr ein Kinder- und Familienprogramm mit Wissens- und Entdeckungsspielen rund um das Rathauswesen, Spurenrätseln und kleinen Mitmach-Aktionen. Um 13.00 Uhr (und noch einmal um 14.30 Uhr) führt dann Dr.-Ing. Martin Hahn, Hauptkonservator beim Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, durch das Bauwerk. Die Führungen dauern jeweils rund 60 Minuten, eine Voranmeldung ist nicht notwendig. (db, 10.9.26)

Fellbach, Rathaus – Sitzungssaal (Bild: Stadt Fellbach / Peter Hartung)

Fellbach, Rathaus - Sitzungssaal (Bild: Stadt Fellbach / Peter Hartung)

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