TofD: Ein Wasserturm in Dortmund

Damals Wasserspeicher, heute Bürohochhaus: Der Wasserturm in Dortmund (Bild: Rainer Knäpper, Free Art License (http://artlibre.org/licence/lal/en/)
Damals Wasserspeicher, heute Bürohochhaus: Der Wasserturm in Dortmund (Bild: Rainer Knäpper, Free Art License (http://artlibre.org/licence/lal/en/))

Wer sich von diesem Denkmal Abkühlung verspricht, den erwartet am 13. September eine kleine Enttäuschung. Der imposante Wasserturm in Dortmund enthält nämlich kein kühles Nass mehr, wie es sein Name nahe legt, sondern bietet heute Büroräumen Platz. Der expressionistische Stahlskelettbau wurde 1923 bis 1927 im Auftrag der Reichsbahn am Dortmunder Südbahnhof errichtet. Noch bis Ende der 1950er Jahre versorgte er die passierenden Dampflokomotiven mit Wasser. Neben zwei Wasserbecken mit einem Fassungsvermögen von 800 Kubikmetern enthielt er Aufenthaltsräume für Angestellte der Reichsbahn. Sogar eine eigene Badeanstalt fand sich im Wasserturm.

Nach einiger Zeit des Leerstandes – nicht nur die Dampflokomotiven, auch der Südbahnhof verschwanden Ende der 1950er Jahre – wurde der Turm vom Architekturbüro schröder schulte-ladbeck saniert und zum Büroturm umfunktioniert. Einer der Wasserbehälter wurde dabei erhalten und bietet nun Platz für kulturelle Veranstaltungen. Am Tag des offenen Denkmals finden um 14 und um 15.30 Uhr Führungen durch das Architekturbüro statt, dessen Geschäftsstelle im Wasserturm liegt. Treffpunkt ist je 15 Minuten vor Führungsbeginn am Fuß des Turms. (jr, 27.8.15)