Hamburg-Horn, Umbau der ehemaligen Kapernaumkirche zur Al-Nour-Moschee, 2016 (Bild: K. Berkemann)

TofD: Hamburg im Ab- und Umbruch

TofD: Hamburg im Ab- und Umbruch

Hamburg-Horn, Umbau der ehemaligen Kapernaumkirche zur Al-Nour-Moschee, 2016 (Bild: K. Berkemann)
Hamburg: Der Umbau der Kapernaumkirche zur Al-Nour-Moschee hat das Kulturdenkmal vor dem Abbruch bewahrt (Bild: K. Berkemann)

Hamburg war als Kaufmannsstadt schon immer (sagen wir es pastoral) robust im Umgang mit seinen Denkmalen. Zwei der aktuellen Streitobjekte (ummachen oder umnutzen?) der Architekturmoderne sind zum diesjährige zum Tag des offenen Denkmals geöffnet und bieten damit die Chance, sich selbst eine Meinung zu bilden. Solange er noch steht (und wir hoffen, das ist noch sehr sehr lange), bietet der dem Abriss sehr sehr nahestehende Cityhof (Klosterwall), das von Rudolf Klophaus 1959 gestaltete Hochhausensemble gegenüber vom Hauptbahnhof, ein lohnendes Ziel für die am 10. September anberaumten Führungen: 11 und 15 Uhr, Treffpunkt am Arno-Schmidt-Platz, eine Anmeldung bis zum 6. September ist erforderlich unter: fuehrungen@city-hof.org.

Vor dem Abriss bewahrt, dafür mitten in einer lebhaft diskutierten Umnutzung steht die Kapernaumkirche (Sievekingsallee 191) in Horn. Erbaut 1958-61 nach einem Entwurf von Otto Kindt, wird das Innere des Beton-Backsteinbaus von Betonwabenfenster des Glaskünstlers Claus Wallner durchlichtet. 2012 wurde die 2004 entwidmete Kirche verkauft und wird nun zur Moschee umgestaltet. Die sehenswerte Baustelle ist am 10. September von 11 bis 15 Uhr geöffnet, eine Führung ist für 11.30 angesetzt. (kb, 23.8.16)