Frankfurt am Main, Junior-Haus (Bild: Copyright Andreas Praefcke, CC BY SA 3.0)

TofD in Hessen: Neues zu Wilhelm Berentzen

„Macht und Pracht“ lautet ja das Motto des Tags des offenen Denkmals 2017. Der (Nachkriegs-) Pracht in Frankfurt/Main widmet sich am 10. September eine Führung zu Bauten des fast vergessenen Architekten Wilhelm Berentzen (1898-1984). Sein bekanntestes Werk ist wohl das 1951 errichtete Junior-Haus mit dem charakteristischen Treppenhausturm samt Mercedes-Stern auf dem Dach. Namensgebender Bauherr war der Immobilienverwalter Kurt Junior; Mercedes-Benz unterhielt bis 2010 einen Schauraum im Erdgeschoss. Der Stern blieb dank des Denkmalschutzes, unter dem der hinreißende Wirtschaftswunderbau schon seit Mitte der 1980er steht.

Ein weiterer Berentzen-Entwurf ist das Appartementhaus am Eschenheimer Turm, in dem einst die Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt wohnte, und in dem sie 1957 auch ermordet wurde. Direkt daneben hätte man auch noch das „Rundschau-Haus“ bestaunen können, doch der 1953 fertiggestellte Sitz der Frankfurter Rundschau wurde 2006 in einem Akt des Vandalismus abgerissen. Doch halt, das war genug Kulturpessimismus: Viel mehr erfährt man bei der Führung mit der Konservatorin Dr. Lorena Pethig. Treffpunkt ist am 10.9. um 10 Uhr am Willy-Brandt-Platz, U-Bahn-Eingang an den Städtischen Bühnen. Infos unter: 069/2123-6199, denkmalamt@stadt-frankfurt.de. (db, 24.8.17)

Junior-Haus, Frankfurt/M. (Bild: Andreas Praefcke, CC BY 3.0)