Speisekarte des Turmcafés im Fernsehturm Dresden (Bild: S. Kühn, CC0)

Über den Dächern der Moderne

Über den Dächern der Moderne

Speisekarte des Turmcafés im Fernsehturm Dresden (Bild: S. Kühn, CC0)
Bald wieder aktuell? Eine Speisekarte des Dresdener „Turmcafés“ (Bild: S. Kühn, CC0)

In Dresden scheint es Hoffnung für den geschlossenen Fernsehturm zu geben, um dessen Öffnung sich ein eigener Verein bemüht: Am 28. Juni 2016, so berichtet die Sächsische Zeitung, soll ein Vertrag zwischen der Landesregierung und der Telekom geschossen werden, um eine Machbarkeitsstudie zu erstellen. 1969 hatte man das Wahrzeichen nach Plänen der Architekten Kurt Nowotny, Herrmann Rühle und Johannes Braune vom VEB BMK Kohle und Energie errichtet. Nicht nur in Dresden sind viele der einstigen Besuchermagneten heute ohne Nutzung, mal sind es Bauschäden, mal die sich ins Unrealistische auftürmenden Brandschutzauflagen. Doch erste dieser nachkriegsmodernen Luftschlösser erfreuen sich bereits (wieder) wachsender Beliebtheit.

Berlin hofft noch auf die baldige Wiedereröffnung des farbenfrohen „Bierpinsels“. In Frankfurt kann man im – für Mainhätten vergleichsweise niedrigen – „Flemmings Club“ (eh. Bayer-Hochhaus) einen Drink genießen, während der an den nachkriegsmodernen Henninger-Turm erinnernde Neubau in seinem bierfassähnlichen Aufsatz wieder ein Restaurant erhalten soll. Und in seltenen Glücksfällen werden solche Räume auch reaktiviert – so wie in Potsdam, wo die Bar in der 17. Etage im aktuell heiß umstrittenen Mercure Hotel (eh. Interhotel) für einen Tag wieder geöffnet werden soll. Man kann sich vor Reservierungswünschen kaum retten … (kb, 1./19.5.16)