Das Bauen im Bestand wird in Zeiten des Klimawandels, knapper Ressourcen und gesellschaftlicher Herausforderungen wichtiger denn je. Alle reden davon, doch noch ist der ewige Kreislauf zwischen Abriss und (renditeträchtigem) Neubau nicht wirklich durchbrochen. Dass Potential des baulichen Erbes wird nach wie vor unterschätzt, doch es gibt zunehmend positive Umbau-Beispiele. Daher hat die Bayerische Architektenkammer unter Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und in Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur zum dritten Mal den „Preis Bauen im Bestand“ ausgelobt. Mit ihm werden Projekte ausgezeichnet, die einen herausragenden Beitrag zur Baukultur leisten, indem sie erhaltenswerte Bausubstanz – die nicht zwingend unter Denkmalschutz stehen muss – unter Berücksichtigung ihrer Geschichte mit architektonischen Mitteln in die Zukunft führt.
Vom 29. September bis 15. Oktober 2026 werden nun in einer Ausstellung im Münchener Haus der Architektur (Waisenhausstr. 4, 80637 München) die prämierten Projekte gezeigt. Auch die Bauten der engeren Wahl sind zu sehen. Zur Vernissage am 28.September um 18.00 Uhr stellen Architekten – nach Grußworten der Architektenkammerpräsidentin Prof. Lydia Haack und des Bayerischen Generalkonservators Prof. Mathias Pfeil – in sechs Werkvorträgen ihre Projekte (darunter z.B. das Mozartareal Würzburg) vor und laden zum Austausch über aktuelle Fragen der Nachhaltigkeit, des Klimaschutzes und der Baukultuin. Die Veranstaltung ist kostenfrei und auf 200 Personen begrenzt. Es wird um verbindliche Anmeldung gebeten. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind ab 29. September: Mo-Do: 9.00 bis 17.00 Uhr sowie Fr: 9.00 bis 15.00 Uhr. (db, 26.9.26)
Würzburg, Hofstraße, Mozartareal (Bild: Wolfgang/Würzburgwiki, CC BY-NC SA 4.0)


