Die Berliner Mark-Twain-Bibliothek lädt am Montag, dem 23. März, um 20:00 Uhr zu einem Gesprächsabend in der Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin ein. Unter dem Titel „Wie wollen wir leben?“ diskutieren Danuta Schmidt und Christoph Liepach, beide mR-Leser:innen bestens bekannt, über den Erhalt baulicher Zeitzeugnisse der DDR. Die erst 1991 eröffnete Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ hat dabei auch noch einen direkten Bezug: Das Freizeitforum Marzahn, in dem sie sich befindet, ist eine DDR-Planung und wurde 1983 projektiert und ab 1988 nach Plänen von Wolf-Rüdiger Eisentraut errichtet – in die Bauzeit fiel die Wiedervereinigung. Fertiggestellt wurde das Forum 1992. Im Zentrum der Veranstaltung am Montag steht aber der Kulturpalast des VEB Maxhütte Unterwellenborn in Thüringen. Das Gebäude steht seit 1987 unter Denkmalschutz, es verfällt jedoch ungenutzt.
Christoph Liepach präsentiert dazu seinen Bildband „Max braucht Gesellschaft“. Neben seiner Tätigkeit als Verleger mit Sphere Publishers ist Liepach auch Fotograf. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und setzt sich intensiv mit der Architektur seiner Thüringer Heimat sowie mit Plattenbausiedlungen wie Gera-Lusan auseinander. Danuta Schmidt moderiert den Abend – die Journalistin verbindet ihre Erfahrung aus der Architekturbranche mit ihrer langjährigen Tätigkeit für den MDR-Hörfunk und das RBB Fernsehen. Gemeinsam erörtern sie Fragen zur Wertschätzung und zum Schutz des baukulturellen Erbes. Eine Teilnahme erfolgt kostenlos, wobei der Förderverein der Stadtbibliothek am Ausgang um Spenden bittet. Interessierte melden sich vorab telefonisch unter 030 54 704 142 oder per E-Mail an. (db, 17.3.26)
Unterwellenborn, Kulturpalast, Architekten: Hanns Hopp, Josef Kaiser, 1950-55 (Bild: NoRud, CC BY-SA 4.0, 2014)

