Ulrich Müther lockt nach Binz

Die futuristische Rettungsstation auf Rügen ist einer der bekanntesten Bauten Müthers (Bild: Kra)
Die futuristische Rettungsstation auf Rügen wird heute von der Stadt Binz für kleine Ausstellungen und standesamtliche Trauungen genutzt (Bild: Kra)

Am 21. Juli wäre der Architekt und Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007) 80 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass kündigt das Müther-Archiv der Uni Wismar gleich zwei Ausstellungen auf Rügen an. Die erste ist unter dem Titel „Ulrich Müther – in Beton gegossen“ bis zum 28. September 2014 im Museum Ostseebad Binz zu sehen. In Binz findet sich mit der Rettungsstation eines von Müthers berühmtesten Bauwerken. Die zweite Ausstellung wird vermutlich 2015 in Putbus präsentiert. Anfang 2014 lockte eine Müther-Ausstellung in Stuttgart bereits zahlreiche Besucher an.

Ulrich Müthers gebogene Betonschalen erreichten eine Eleganz, die auch über die Grenzen des Landes hinaus Beachtung fand. So realisierte er nicht nur Projekte in den Staaten des Warschauer Pakts, sondern auch in der Bundesrepublik, Finnland und sogar in Kuwait und Jordanien. Zu seinen prominentesten Bauten zählen die Hyparschale in Magdeburg und das inzwischen abgerissene „Ahornblatt“ in Berlin. Und wer sich vor Eröffnung der geplanten Ausstellung(en) schon einmal einstimmen möchte, kann im Buch von Rahel Lämmler und Michael Wagner schmökern – oder sich noch rasch in der Binzer Rettungsstation standesamtlich trauen lassen. Vom 1. Oktober 2014 bis zum 31. März 2015 bleibt sie dann wegen Sanierung geschlossen. (jr, 20.7.14)