Ulrich Wüst mal drei

Wüst fand auch im Berlin des Jahres 1995 noch Nachkriegszeitmotive (Bild: Loock Galerie, Ulrich Wüst)
Wüst fand auch im Berlin des Jahres 1995 noch nachkriegszeitlich anmutende Motive (Bild: Loock Galerie, Ulrich Wüst)

Die Berliner Loock Galerie wirft zur Zeit einen Blick auf das Werk des Fotografen Ulrich Wüst. Gezeigt werden drei verschiedene Werkgruppen aus den Städten Magdeburg,  Berlin und Köln. Wüsts besonderes Interesse galt und gilt den Baulücken der Nachkriegszeit bzw. deren architektonischer und städtebaulicher Füllung. Während sich durch die Situation der Teilung bzw. die städtebauliche Realität der DDR in Berlin und Magdeburg noch in den 1990er Jahren erstaunlich viele dieser Lücken gehalten hatten, präsentiert sich die rheinische Metropole als paradigmatisch für den westdeutschen Wiederaufbau.

Ulrich Wüst gilt als einer der bedeutendsten ostdeutschen Fotografen. Der gebürtige Magdeburger absolvierte zunächst ein Studium als Stadtplaner in Weimar, ist seit 1984 aber als freischaffender Fotograf tätig. Besonders für seine Porträts urbaner Räume erlangte er nach dem Ende der DDR gesamtdeutsche Bekanntheit.  Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Dezember 2014, in der Berliner Loock Galerie zu sehen (Potsdamer Strasse 63, 10785 Berlin). (jr, 26.10.2014)