Das ehemalige Mainzer Telegrafenamt, bekannt als Telehaus, bekommt einen neuen Nutzer: Hier soll das örtliche Polizeipräsidium einziehen. Im Stil des Neuen Bauens lebt das 1930 fertiggestellte Ensemble vom In- und Miteinander klarer Kuben und Quader. Für den Entwurf zeichneten die Architekten H. F. W. Kramer und Gottlob Schaupp verantwortlich, die Umsetzung lag beim Stadtbaurat Fritz Luft. Das denkmalgeschützte Telehaus am Münsterplatz ist aktuell in weiten Teilen ohne Funktion, die Telekom schloss ihren Shop bereits 2022. Ein Freiburger Bauträger kaufte den Bau und kündigte an, ihn in eine Mischnutzung aus Café und Geschäften sowie Büroflächen zu überführen.
Nun erwarb das Land Rheinland-Pfalz das Telehaus für den Umzug des Polizeipräsidiums – so könne man den bisherigen Standort am Valenciaplatz modernisieren. Die Sanierung und der Umbau des ehemaligen Telegrafenamts für die neue Nutzung als Polizeipräsidium sollen über Mittel des Sondervermögens finanziert werden, wie das Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur mitteilte. Eine auch öffentlich nutzbare Kantine soll sich künftig im Erdgeschoss zum Münsterplatz hin öffnen. Die Mainzer Sanierung ist Teil einer größeren Maßnahme, um die Polizeistandorte in Mainz, Koblenz und Ludwigshafen zu stärken. (kb, 23.8.26)

Mainz, Telehaus (Bild: Andreas Praefcke, CC BY SA 4.0, 2015)
