Sanatorium Kurpaty (Bild: Diamant, CC SA 3.0)

Urlaub mit Beton

​Wir planen schon mal unseren Sommerurlaub – in einem brutalistischen Hotel. Und da gibt es (noch oder gerade wieder) eine große Auswahl. Denn als in der Nachkriegsmoderne der Massentourismus aufblühte, schossen in den Urlaubsregionen der Welt die Hotelkomplexe aus dem Boden. Nicht alle waren erholsam – selbst Loriot machte sich über die verbauten Strände lustig.

Doch es entstand auch so manches außergewöhnliche Gebäude. Das gilt besonders für die Urlaubsregionen im ehemaligen Ostblock: Dort galten die gewagten, futuristischen Bauten aus Beton als Prestigeobjekte und als Symbole des geplanten Wohlstands. Einige von ihnen sind noch in Betrieb, wie das Sanatorium Kurpaty in Jalta. Oder das Terminal Neige Totem Hotel. In den 1960er Jahren entstand die Urlaubsregion Flaine in den französischen Alpen, das gesamte Ski-Dorf wurde von Marcel Breuer geplant. Doch nach und nach schlossen die Hotels wieder. Das Totem stand jedoch nur drei Monate leer, bevor es aufwändig saniert und wieder eröffnet wurde. Und in seinen Räumen steht natürlich Breuers „Wassily-Stuhl“. (ps, 21.2.16)

Übertrumpft jede Sandburg: das Sanatorium Kurpaty (Bild: Diamant, CC SA 3.0)