Neubrandenburg: „Vier Tore“ bleibt?

Neubrandenburg, Hotel Vier Tore, 1990 (Bild: Felix O, CC BY-SA 2.0)
„Karl Marx gazes on amazement“: Neubrandenburg, Hotel Vier Tore im Jahr 1990 (Bild: Felix O, CC BY-SA 2.0)

Glaubt man dem originalen Bildtitel der nebenstehenden Fotografie aus dem Jahr 1990, kam Karl Marx damals in Neubrandenburg aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dabei war der vor ihm stehende Querriegel am Marktplatz, das „Hotel Vier Tore“ – benannt nach den vier prägenden  gotischen Stadttoren – 1972 unter einer ihm nahestehenden  Staatsform errichtet worden. Nach der Wende wurde die Anlage von Radisson Blu weiter als Hotel betrieben.

Der Abriss des Bauwerks im sog. Hotelquartier ist schon länger beschlossene Sache. „Das Herz der City soll fit gemacht werden“ –  am alten Hotelstandort könnte ein Glaspalast mit viel Ladenfläche entstehen. Ein  neues Hotel wird an anderer Stelle erwogen. Doch könnte  eine Erinnerung an den markanten Querriegel bleiben: Für das Metallrelief zum namensgebenden Motiv „Vier Tore“, so meldet der Nordkurier vom 12. Februar 2015, engagiert sich der örtliche Geschichtsverein. Das Werk des Bildhauers Gerd Werner werde „bei der Stadtverwaltung […] als Denkmal geführt“. Nun sucht der Geschichtsverein nach einem würdigen Platz für das Kunstwerk. Wie sehr Karl Marx über diesen Verschiebebahnhof gestaunt hätte, können wir nur vermuten. (kb, 15.2.15)